Bamberg — Dass Bambergs Innenstadt stark frequentiert und quicklebendig ist, ist nicht nur ein alltäglicher Erfahrungswert, sondern jetzt auch mit unabhängigen Zahlen belegt: Im Rahmen einer bundesweiten Passantenfrequenz-Zählung des Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle belegt Bamberg bei den Städten unter 100 000 Einwohnern hinter Lüneburg und Gießen den 3. Platz und steht damit auf dem Siegertreppchen, teilt die Pressestelle der Stadt Bamberg mit.
LaSalle führt seit 1999 jährlich die umfangreichste Erhebung ihrer Art durch und ermittelt die Passantenströme in den 170 wichtigsten deutschen Einkaufsstraßen. Die Zählung erfolgte bundesweit zeitgleich am Samstag, 21. März 2015, zwischen 13 und 14 Uhr. In Bamberg zählte das Immobilienberatungsunternehmen am Grünen Markt 3500 Passanten, was Bamberg insgesamt auf Rang 77 aller Städte bringt, von denen allerdings ein Großteil wesentlich größer ist als Bamberg. Insgesamt kam die Kaufinger Straße in München auf Platz 1, wo 15 655 Menschen gezählt wurden. Die Frankfurter Zeil landete mit 13 480 Passanten auf dem zweiten Rang.
In der für Bamberg relevanten Größenklasse unter 100 000 Einwohnern liegen nur die Große Bäckerstraße in Lüneburg (4730) und der Seltersweg in Gießen (4015) vor Bamberg.
"Bamberg spielt in der Liga der Top-Einkaufsstädte mit", wertet Ruth Vollmar, Leiterin der Wirtschaftsförderung, das Bamberger Ergebnis als einen großen Erfolg, der die Attraktivität der Innenstadt verdeutlicht. Passantenfrequenzen seien zwar nicht alleine ausschlaggebend für den Umsatz im Einzelhandel, dennoch rundet diese Zahl die überdurchschnittlichen Werte bei der Zentralität und der Kaufkraft in Bamberg ab.
Bundesweit zählte LaSalle während der Erhebung rund 7 Prozent weniger Passanten als im Vorjahr. Diese Zahl sei aber nach Ansicht der Immobiliengesellschaft angesichts des wachsenden Onlinehandels und des wechselhaften Wetters am Zähltag durchaus erfreulich. Die Konsumenten schätzten nach wie vor einen ausgedehnten Einkaufsbummel in ihrer Einkaufsstraße, wenn sie dort einen kompletten Mietermix und eine hohe Aufenthaltsqualität vorfänden. Einmal mehr zeige sich, dass die wichtigsten Einkaufsstraßen in Deutschland in sehr stabiler Verfassung sind und den Onlinehandel nicht fürchten müssten, hieß es in der Pressemeldung von LaSalle.
Erstmalig wurde in der Auswertung berücksichtigt, inwieweit sich die Passantenfrequenzen in Fußgängerzonen von Fahrstraßen unterscheiden. Bei allen untersuchten Städten wiesen Fußgängerzonen deutlich höhere Passantenzahlen auf. Im Durchschnitt liegen diese bei knapp 6600 Passanten/Stunde. In den Fahrstraßen ermittelt LaSalle dagegen nur durchschnittlich 3600 Passanten, so die Mitteilung. red