In ihrer Dienstagsausgabe hatte die BR unter dem Titel "Was ist denn hier im Busch?" über die geplante Bebauung eines Grundstücks in der Hannes-Strehly-Straße im Stadtteil Weiher berichtet. Im Nachgang hat uns der Planer Professor Stephan Häublein eine Stellungnahme übermittelt, da aufgrund der in dem Artikel zitierten Aussagen der Stadt Kulmbach "in kausaler Folge Zusammenhänge und Darstellungen" entstünden, "welche so nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen".

Häubleins Schreiben hat folgenden Wortlaut:

"In dem Artikel werde ich, Stephan Häublein, persönlich als alleiniger Investor vorgestellt. Ich handle, wie der Liegenschaftsabteilung bekannt ist, als beauftragter Planer und beteiligter Vertreter einer zukünftigen Projektgesellschaft. Das Hochwasserbild der Fröbelstraße wird in Zusammenhang mit dem möglichen Bauvorhaben in der Hannes-Strehly-Straße gebracht und ein Hochwasserszenario dargestellt.

Dieser kausale Zusammenhang besteht nicht und entspricht nicht den zu erwartenden Gegebenheiten.

Selbstverständlich ist es grundsätzlich machbar, in einem bestehenden voll erschlossenen Wohngebiet eine zusätzliche Bebauung unter Einhaltung gewisser technischer Voraussetzungen

zu erschließen. Die technische Machbarkeit wurde im Grundsatz vorab geklärt und ist im Zuge eines eventuellen Baugenehmigungsverfahrens konkret mit den Stadtwerken zu klären. Sämtliche daraus entstehenden Kosten trägt selbstverständlich der Bauherr.

Die Situation der Anwohner wird sich in keinem Fall verschlechtern oder beeinträchtigt werden. Inwieweit solche einfachen technischen Zusammenhänge nicht dargestellt werden konnten, ist zu hinterfragen.

Durch Zitate der Stadt Kulmbach entsteht in dem Artikel der Eindruck, durch den Antragsteller wurde eigenmächtig völlig überraschend eine Einzelhausbebauung in Mehrfamilienhäuser verändert und der Stadt erst im Oktober zur Kenntnis gegeben. Diese Darstellung entspricht in keinster Weise den tatsächlichen Gegebenheiten.

Vom Antragsteller wurden sämtliche Planungs- und Entwicklungsschritte sehr eng mit der Bauabteilung abgestimmt und transparent kommuniziert. Es fanden mehrere Gespräche und Ortsbegehungen mit der Bauabteilung und dem Baudirektor unter transparenter Beteiligung der Liegenschaftsabteilung und der entsprechenden Fachstellen (u.a. Naturschutz) statt. Die zwei kleinen Mehrfamilienhäuser wurden sogar von der Bauabteilung zur Beschlussvorlage schriftlich freigegeben. Die Stadt Kulmbach wurde in allen Abteilungen - auch das Bürgermeisterbüro - transparent informiert und eingebunden.

Kaufpreis akzeptiert

Die aus den Aussagen der Stadt Kulmbach eventuell abzuleitenden Folgerungen entsprechen nicht dem oben dargestellten tatsächlichen Planungsablauf. Abgesehen davon sollte ein Bürger und Geschäftsmann davon ausgehen können, dass innerhalb der Fachabteilungen der Stadt Kulmbach Transparenz und Austausch herrscht. Entsprechende schriftliche Kaufpreisvorstellungen der Liegenschaftsabteilung liegen dem Unterzeichner vor und wurden von der Projektgruppe nach Vorgabe der Stadt Kulmbach so akzeptiert.

Seitens des Unterzeichners besteht keinerlei Interesse, einen möglichen Konflikt darzustellen oder zu befeuern. Es wird lediglich im Zuge einer seriösen Geschäftsanbahnung mit der Stadt Kulmbach erwartet, dass getroffene Vereinbarungen einzuhalten sind und das Projekt dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt wird. Weiterhin sollten Darstellungen und Aussagen den tatsächlichen Gegebenheiten und Absprachen entsprechen."

Das geplante Projekt ist Thema in der morgigen Stadtratssitzung. red