Breitbrunn — Seit Tagen fällt Passanten an der Staatsstraße 2274 eine Abdeckung der Böschung mit Folien auf. "Das hängt mit dem Ausbau der Straße zusammen", informiert Bürgermeisterin Gertrud Bühl (Freie Wähler). Laut Jürgen Thein vom Büro für Faunistik und Umweltbildung ist die Folienabdeckung eine "Vergrämungsmaßnahme zum Schutz der artenschutzrechtlich streng geschützten Zauneidechsen". Die Reptilien nutzen die Böschungsbereiche als Lebensraum. Da im Zuge des demnächst beginnenden Ausbaus der Straße in die Böschungen eingegriffen werden müsse, habe man sich zu der Maßnahme entschieden. Die Eingriffsbereiche sollten nicht von den Zauneidechsen besiedelt und damit die Eiablage verhindert werden. Man wolle sichergehen, dass Tiere nicht getötet beziehungsweise Eigelege zerstört werden. Brigitte Settele, Sachgebietsleiterin beim Staatlichen Bauamt ergänzt: "Die Folienaufbringung ist nur in einem relativ engen Zeitfenster zwischen April und Mitte Mai sinnvoll, also nach der Winterruhe der Tiere und vor Beginn der Revierbildung mit Fortpflanzungsphase." Die Folien sollen bis zum Baubeginn im Juli liegen bleiben. Auch an der Staatsstraße 2281 bei Rudendorf wurden zum gleichen Zweck Folie ausgelegt. Foto: Sabine Meissner