23 Chöre und Instrumentalgruppen aus Franken, Schwaben und Niederbayern feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums überreichte Kunstminister Bernd Sibler den Ensembles in Erlangen für ihre großen Verdienste um die Laienmusik die Zelter- beziehungsweise Pro Musica-Plakette.

Er betonte: "Gerade in Zeiten wie diesen spüren wir besonders, welche Kraft das gemeinsame Musizieren und Singen gibt. Beides gehört zu unserem bayerischen Lebensgefühl und ist ein wichtiger Teil unserer Identität. Die Zelter- und Pro Musica-Plakette ist ein Zeichen unserer großen Wertschätzung für die Laienmusik."

Die Corona-Pandemie fordere die Musiker besonders heraus und bedeute tiefe Einschnitte für das Vereinsleben. In der Krise hätten die bayerischen Laienmusikvereine und Dachverbände Kreativität, Mut und Engagement gezeigt, um das Vereinsleben weiterhin zu pflegen. "Vonseiten des Freistaats unterstützen wir sie in der Pandemie nach Kräften bei ihrer Arbeit. Deshalb haben wir das Bayerische Programm für Laienmusik aufgelegt, das unseren Vereinen in der Corona-Krise mit insgesamt zehn Millionen Euro unter die Arme greift", so Sibler.

Die Plaketten "Zelter" und "Pro Musica" verleiht der Bundespräsident seit 1956 beziehungsweise 1968 an Laienmusikensembles, die sich in ihrer mindestens 100-jährigen Vereinsgeschichte intensiv und erfolgreich der Chor- oder Instrumentalmusik widmen. Aus Oberfranken erhielten die Zelter-Plakette: Gesangverein "Sängerlust" Herrnsdorf (Bamberg), Gesangverein Harmonie Kösten (Lichtenfels) , Gesangverein Kirchleus (Kulmbach). Die Pro Musica-Plakette ging nur an einen fränkischen Verein. Dies war aus dem Landkreis Kronach der Musikverein "Bergmannskapelle" Stockheim. red