Das Deutsche Dampflokomotiv Museum in zeigt bis Ende Februar eine Ausstellung zum Thema Unfallverhütungsvorschriften bei der Deutschen Bundesbahn. Den Besucher erwarten 24 Plakate aus den Jahren 1950 bis 1993, die sonst nur Mitarbeiter der Deutschen Bundesbahn zu sehen bekamen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Plakate zeigen Unglücksszenen aus dem Arbeitsalltag, die dem Eisenbahner manchmal nachdenklich, häufig mit Humor, aber immer mit der notwendigen Ernsthaftigkeit die Unfallverhütungsvorschriften in Erinnerung bringen sollten.


Technischer Wandel

Deutlich ist an den Plakaten der Wandel von der Dampflokomotive zum ICE erkennen. Der Besucher kann jedoch auch die Entwicklung der Gebrauchsgrafik nachvollziehen. Auf frühe Werke, in der klassischen Manier einer Plakatmalerei entstanden, folgen Motive in Collagentechnik, Fotoverfremdungen halten Einzug und spätestens ab den 70er Jahren ist der Einfluss der Pop Art zu sehen.
Das Bundesbahn-Sozialamt in Frankfurt am Main schuf über die Jahrzehnte eine Serie, die mittlerweile von Sammlern wegen ihres künstlerischen Werts gesucht sind. Arbeitssicherheit besaß in den Dienststellen der Deutschen Bundesbahn einen sehr hohen Stellenwert. Beschäftigte erhielten regelmäßig Unterweisungen, um Gefahren zu minimieren und zu beherrschen. In Ergänzung zu Schulungen und Filmen konzipierte das BSA Werbe- und Aufklärungsmaßnahmen, die inhaltlich wichtige und sicherheitsrelevante Botschaften aufgriffen.


Plakate werden erst erforscht

Während Reiseplakate der Deutschen Bundesbahn schon seit längerem gut recherchiert und erforscht sind, werden erst in letzter Zeit die Bestände an Unfallverhütungsplakaten im DB Museum Nürnberg gesichtet und ihre Entstehungsgeschichte dokumentiert. red