Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing lädt alle Interessierten am Donnerstag, 11. April, um 19.30 Uhr zu einem Vortrag ins Martin-Luther-Haus in der Waaggasse ein. Das Thema lautet diesmal: "Erbe, Verheißung, Auftrag - Plädoyer für die bleibende Bedeutung der Lutherbibel", Referent ist Stefan Felber aus Ziefen in der Schweiz.

Es sollte genügend Menschen geben, denen an einer sauberen, ansprechenden Sprache gelegen ist. Doch wie weit geht deren Einfluss? Wohl nicht weit, sonst gäbe es nicht so viel Sprachverschmutzung und nicht so viel Unbehagen darüber. Es ist schon ironisch, dass die evangelische Kirche in Deutschland ausgerechnet im 500. Jahr der Reformation, die vor allem durch die Lutherbibel für die deutsche Sprache unermessliche Bedeutung bekam, den zweifelhaften Titel "Sprachpanscher des Jahres" wegen der vielen deutsch-englischen Mischungen erhielt. Vielfach wurden alte Texte für den gender-bewegten neuesten Geschmack verändert.

Was sollen sprachbewusste Christen noch sagen, wenn statt "Lobet den Herren" nun "Lobet die Ew'ge" gesungen werden soll? Luthers Bibelübersetzung hingegen ist sprachlich und geistesgeschichtlich das wichtigste Ereignis im deutschsprachigen Kulturgebiet des 16. Jahrhunderts. Über diese große Bedeutung und deren Erhalt in unserer Sprache will der Referent aufklären, für die Bewahrung dieses Erbes will er eintreten und sich mit vielen Thesen hierfür einsetzen. red