Kaum geht ein Wallfahrtsjahr seinem Ende entgegen, beginnen schon die Planungen für das kommende. Das neue Wallfahrtsjahr wird am 30. April 2017 mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr feierlich eröffnet. Am Samstag waren deshalb über 200 Verantwortliche der Wallfahrten aus dem ganzen Frankenland zunächst zu einem Gottesdienst in die päpstliche Basilika eingeladen.


Grundbefindlichkeit von Frieden

Zum Einzug schallte es laut "Vierzehnheilige Schutzpatrone" durch das gut gefüllte Gotteshaus, das die Wallfahrtsführer aus voller Brust sangen. Der Dankgottesdienst wurde von Guardian Pater Heribert Arens, Pater Stanislaus Wentowski und dem Pilgerseelsorger Monsignore Wolfgang Witzgall zelebriert. Pater Heribert dankte den Wallfahrtsleitern für ihre großen Anstrengungen während der Vorbereitung und Umsetzung der Wallfahrt. In seiner Predigt stellte Pater Heribert mit "Damit ihr in mir Frieden habt" das Leitwort für das neue Wallfahrtsjahr vor. "Zwar weiß ich nicht, wie viele Kleinkriege es auch in diesem wunderschönen Landstrich gibt, wie viele unversöhnt abends zu Bett gehen und morgens aufstehen. Ich weiß nicht, wie viele Zerwürfnisse es unter den Menschen gibt, wie viele es sind, die unter der Spannung von Reich und Arm leiden. Trotzdem, wir leben in einer Grundbefindlichkeit von Frieden, zumindest der Abwesenheit von Krieg. Gott sei Dank", so der Guardian zu Beginn. "Anderen auf der Welt geht es anders. Wenn die aus dem Fenster schauen, sehen sie zerbombte Häuser und Städte. Frauen, die ihre hungernden und traumatisierten Kindern an der Hand haben, Verwundete und Tote. Wird der Mensch eigentlich nie vernünftig? ", fragte Pater Heribert weiter.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle Wallfahrtsführer im Viktor-von-Scheffel-Saal des Diözesanhauses zur Terminkonferenz. Hierbei wurde mit den Wallfahrtsleitern die Abstimmung der zahlreichen Termine von April bis November des kommenden Jahres besprochen. Sekretärin Waltraud Kießling und Kirchenschweizer Holger Schwind hatten im Vorfeld alle Termine für Basilika und Diözesanhaus zusammengestellt. Mesner Tobias Hartmann zeigte die Übersicht in einer Präsentation. Dabei war ein leichtes Abgleichen der einzelnen Wallfahrten möglich. Raimund Hümmer, Geschäftsführer der Bildungshäuser, gab zunächst einen kurzen Rückblick über das abgelaufene Wallfahrtsjahr.


Für Wallfahrten anmelden

Sehr gut wurde die Zimmerreservierung im Vorfeld der Wallfahrt von den Pilgern angenommen, stellte er hierbei fest. Insgesamt stehen Zimmer in drei Kategorien mit etwa 330 Betten zur Verfügung. Auch im kommenden Wallfahrtsjahr werde es keine Erhöhung der Zimmerpreise geben, fügte er an. Wolfgang Witzgall, Leiter der Pilgerseelsorger der Erzdiözese Bamberg wies auf das 100. Jubiläum der Patrona Bavariae 2017 hin. Zum 100-jährigen Jubiläum der Ernennung der heiligen Maria zur Schirmherrin Bayerns feiern die Katholiken der sieben bayerischen Diözesen ihre Landespatronin mit einer Wallfahrt auf den Münchner Marienplatz. Weiter wies Witzgall auf eine Lourdes-Wallfahrt vom 22. bis zum 25. Mai und eine Fátima-Wallfahrt vom 10. bis 15. Juni hin. Anmeldungen für die Wallfahrten können über das Büro in Schneckenlohe erfolgen.
Weiterhin gab Monsignore Witzgall bekannt, dass ein zwei-teiliger Fortbildungskurs für Wallfahrtsführer der Erzdiözese Bamberg am 4. Februar in Vierzehnheiligen beginnt. Mit Pater Stanislaus Wentowski stellte sich der Nachfolger von Pater Christoph kurz vor. Er ist in Gniew, südlich von Danzig geboren, und seit 1992 in Deutschland. 2005 wurde Pater Stanislaus in Vierzehnheiligen zum Priester geweiht. Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete das Treffen. gkle