Als im Jahr 2002 die erste Radwallfahrt der Wachenrother Pfarrei Sankt Gertrud nach Altötting startete, dachte niemand daran, dass diese Art von "Wallfahren" solchen Anklang finden würde. Richard Simmet und Peter Arnold, die Initiatoren, hatten sich alle fünf Jahre den Marienwallfahrtsort Altötting zum Ziel gesetzt. Jetzt besuchten die Wachenrother den größten bayerischen Wallfahrtsort bereits zum vierten Mal mit dem Rad. Alle Bistümer Bayerns haben sie inzwischen besucht. Daneben auch das österreichische Stift Melk sowie Speyer, Fulda und Erfurt.
44 Radler, unter ihnen auch Bürgermeister Friedrich Gleits-mann (CSU), machten sich in diesem Jahr an Himmelfahrt auf den Weg, verabschiedet mit dem Segen des Ortsgeistlichen Padre Gabriel Ramos. Schon bald ließ sich die Sonne blicken und begleitete die Radfahrer bis zur Ankunft in Altötting. In Erlangen wurde die erste Pause eingelegt. Gestärkt fuhr die Gruppe am Kanal entlang durch Fürth und Nürnberg nach Allersberg. Dort wurde sie von den Versorgungsfahrzeugen erwartet.
Weiter ging es über Berching zum ersten Übernachtungsort Beilngries. Nach einer Tagesstrecke von 126 Kilometern traf man sich zur Abendandacht mit musikalischer Begleitung der mitradelnden Wachenrother Musiker. Im Hotel überraschte Pater Gabriel die Wallfahrer. Zweiter Bürgermeister Josef Wichert war mit seinem Flieger auf dem nahen Flugplatz gelandet und besuchte die Radler.
Am zweiten Tag führte der Weg über Kelheim nach Rohr in Niederbayern. Am dortigen Benediktinerkloster wurde Rast eingelegt und Andacht in der Kirche gehalten. Nach 106 Kilometern war das Tagesziel Landshut erreicht.


Messe und Lichterprozession

Am Tag drei wurde den Radlern einiges abverlangt: Gleich zu Beginn musste ein Fahrrad repariert werden, dann führte die Strecke kräftig bergauf. Gegen 15 Uhr traf die Gruppe in Altötting ein, wo sie von den Buswallfahrern erwartet wurde. Begleitet von Pater Sunil zog die Gruppe - nun 100 Personen stark - in die Gnadenkapelle ein. Der Abendmesse, an der sich die Wachenrother aktiv beteiligten, schloss sich die Lichterprozession an. Die größte Gruppe stellten an diesem Abend die Franken. Den Heimweg am Sonntag traten alle per Bus an. Das letzte Wegstück ab Mühlhausen legten die Radfahrer wieder auf ihren Sätteln zurück.
Peter Arnold/See