Im Nachgang zur Berichterstattung über die Photovoltaik-Veranstaltung in der Kulmbacher Kommunbräu (BR vom Donnerstag) merkt die Energieagentur Oberfranken an, dass das Potenzial für die Stromerzeugung auf den Dächern im Landkreis noch wesentlich umfangreicher ist.

Die im Beitrag genannte Zahl von 7000 Wohngebäuden beziehe sich nämlich allein auf die Stadt Kulmbach. Markus Ruckdeschel, Pressesprecher der in Kulmbach beheimateten Energieagentur, schreibt: "Für den gesamten Landkreis Kulmbach sehen die Zahlen noch viel besser aus: Nutzt man die Möglichkeiten auf den insgesamt fast 22 000 Wohngebäuden im Landkreis konsequent, dann lassen sich mindestens rund 250 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen - im Jahr!"

Das könnte rechnerisch rund zwei Drittel des gesamten Strombedarfs decken, so Ruckdeschel. Dabei beziehe sich die Zahl nur auf die Wohngebäude, Firmendächer seien hier noch gar nicht enthalten.

Die Energieagentur Oberfranken schätzt, dass von diesem Potenzial erst zehn bis 20 Prozent genutzt sind.

Über die Chancen von Photovoltaik und Stromspeichern informiert das Kulmbacher Landratsamt zusammen mit der Energieagentur noch einmal am kommenden Mittwoch, 25. September, um 19 Uhr im Rahmen einer Infoveranstaltung im Großen Sitzungssaal. Eine Anmeldung ist unter Telefon 09221/ 707-148 möglich. red