Nach einer Nullrunde wegen Regen und nicht fliegbaren Bedingungen in der zweiten Runde schlug das Wetterpendel in der dritten Runde der Segelflug-Bundesliga zugunsten der Liga-Vereine im nordbayerischen Raum um. Die Wetterprognosen waren jedoch auch für den oberfränkischen Raum nur schwierig vorhersehbar.

Die Ligapiloten des Aero-Clubs Lichtenfels waren deshalb sehr früh gestartet, um die kleine Chance auf eine Wertung nicht zu verpassen. Im Nachhinein zu früh, da in den Anfangsstunden bei niedrigen Wolkenuntergrenzen unter den bestaussehenden Wolken kaum nutzbares Steigen zu finden war. Oberstes Gebot war es deshalb, nicht frühzeitig auf einer Wiese zu landen und damit eine Wertung zu verpassen.

Am frühen Nachmittag änderte sich die Situation schlagartig. Nördlich des Thüringer Waldes konnte man die ersten Gewitter erkennen, südlich davon bildete sich kleinräumig im Vorland zwischen Schleusingen und Kulmbach eine konvergenzartige Wolkenaufreihung mit guten Steigwerten, die im Jo-Jo ohne großen Höhenverlust abgeflogen werden konnte. Das Lichtenfelser Team war zur rechten Zeit am richtigen Ort. Philipp Lauer jagte die LS 8 neo des Vereins mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 134,84 km/h über eine Strecke von 492,5 km. Damit legte er bundesweit den schnellsten Liga-Flug hin und erreichte zusammen mit Jan Kretzschmar mit 129,98 km/h über 507,6 km und Gerd Peter Lauer mit 121,74 km/h über 484,6 km einen souveränen Rundensieg vor den Konkurrenten aus Bayreuth, Schwandorf und Bamberg, die im selben Fluggebiet unterwegs waren. In der Gesamtwertung liegen die Lichtenfelser auf Rang 4.

Für die U25-Junioren reichte es durch den schnellen Flug von Philipp Lauer ebenso zum Rundensieg. Hier flog als Zweiter im Team Dominik Biesenecker über 309,9 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 87,06 km/h. red