Beamte der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt sind am Donnerstagnachmittag bei einer Kontrolle in der Innenstadt mit Pfefferspray besprüht worden. Auch Unbeteiligte wurden dabei verletzt, teilt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken mit.

Gegen 12.30 Uhr sollte eine vierköpfige Personengruppe auf dem Marktplatz einer Kontrolle unterzogen werden. Grund dafür war, dass zwei Männer aus der Gruppe den seit 19. Oktober vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz nicht trugen. Beim Herantreten an die Gruppe und der Aufforderung, die Ausweise vorzuzeigen, wurde durch einen Mann aus der Gruppe Pfefferspray in Richtung der Kontrollsituation gesprüht. Sowohl Mitglieder der Gruppe als auch die eingesetzten Beamten konnten der Sprühwolke nicht ausweichen und erlitten leichte Verletzungen (Brennen der Augen, Atemwegsreizungen). Selbst Passanten, die teilweise bis zu 20 Meter entfernt standen, hatten massive Hustenanfälle.

Kurze Flucht

Der Tatverdächtige flüchtete in Richtung Schlossgarten, konnte aber wenig später festgenommen und zur weiteren Sachbehandlung zur Dienststelle gebracht werden. Auch er erlitt Augen- und Atemwegsreizungen. Das Pfefferspray wurde etwa zehn Meter vom Tatort entfernt aufgefunden und als Spurenträger sichergestellt.

Gegen den 30-Jährigen wurde durch die Staatsanwaltschaft Haftantrag gestellt. Weiterhin wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Die Polizei Erlangen hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen.

Zudem werden Personen, die durch die Pfefferwolke eventuell ebenfalls geschädigt wurden, gebeten, sich mit der Polizei in Erlangen unter der Telefonnummer 09131/760-120 in Verbindung zu setzen. pol