Ebern — "Der tiefere Sinn der Pfarrgemeinde ist nicht wie bei einem Verein ein bestimmtes Ziel, sondern die Gemeinsamkeit und ein tiefer Glauben." Mit diesen Worten fasste Pater Rudolf Theiler, Pfarrer in Ebern, zusammen, was zahlreiche Katholiken aus der Pfarrei Ebern in die Rathaushalle geführt hatte. Anlass war ein Pfarrfamilien-Abend.
"Auf diese Art können wir unser Miteinander wieder einmal bewusst feiern", ergänzte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Siglinde Krebs. Getreu dem Namen Pfarr-Familien-Abend waren alle Generationen vertreten und fühlen sich zur Familie gehörend, was die Redner des Abends besonders würdigten.


Die Jugend bleibt aus

Elfriede Steppert stellte den Seniorenkreis vor, der bereits seit Pfarrer Wilhelm Hallers Zeiten existiere. Und auch das Zeltlagerteam präsentierte sich und seine Arbeit mit den Jugendlichen. Dennoch, mussten alle feststellen, werde es immer schwieriger, Jugendliche für das Leben in der Kirche und der Pfarrei zu begeistern. "Wir konkurrieren mit Sportvereinen und zahllosen anderen Freizeitbeschäftigungen." Dabei bietet das Leben in der Pfarrei wirklich allerhand, wie bei einem Fotorückblick deutlich wurde. Passionierte Handwerker finden am Käppele immer wieder etwas zu tun, wie Rudi Kaspar erläuterte.


Rhythmisches Gebet

Musik und Rhythmus als verbindende Elemente funktionierten auch am Pfarrfamilien-abend. So präsentierte das Zeltlagerteam ein rhythmisches Gebet, das auch die Älteren mitriss. Diakon Uwe Holschuh stimmte mit der Gitarre ein paar Lieder an. Auch hier waren alle gern bei der Sache.
Begeistert vom Erfolg des Abends denkt nun der Pfarrgemeinderat darüber nach, weitere Abende dieser Art anzubieten. "Schwerpunkt könnte jedes Mal ein anderes Thema oder eine andere Gruppierung innerhalb der Pfarrei bilden", denkt Siglinde Krebs laut nach und erhofft sich wertvolle Impulse für das Gemeindeleben. kb