Vorra — Ein großer Tag für die Kuratie Vorra und deren Pfarrer Wolfgang Schmidt: 30 Jahre tut er hier segensreich seinen Priesterdienst. In der Kirche Mariä Heimsuchung waren unter den vielen Gratulanten auch Schmidts Ministrantend der letzten Jahre. Weil die DJK/SC Vorra ebenfalls ihren Jahresabschlussgottesdienst feierten, war eine "große Familie" zusammengekommen. So wie es Pfarrer Schmidt liebt.
Nach dem Einzug in die Kirche begrüßte Jörg Dotterweich die zahlreichen Gottesdienst-Teilnehmer und überbrachte die Glückwünsche der DJK/SC Vorra. Er erwähnte, dass Pfarrer Schmidt seit langen Jahren auch Präses bei der DJK/SC Vorra ist und seine geistlichen Worte immer wieder Anklang bei der Jugend sowie im Verein finden. Schmidt sei ein Pfarrer "mit besonderen Werten und, einfach anders". Denn wenn es seine Zeit erlaube, sei er bei vielen Veranstaltungen in allen Bereichen dabei, ob im kirchlichen, familiären oder bürgerlichen Bereich: Pfarrer Schmidt sei fast immer da. Jugend, Ältere und Alte begrüßten ihn stets mit offenen Armen.
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gina Bittel würdigte Schmidt als "sehr wertvollen und dynamischen Menschen" und "modernen Pfarrer", der Neuem gegenüber aufgeschlossen sei. Einen anderen Beruf als Priester hielt sie für Wolfgang Schmidt als undenkbar. Er sei eben Priester mit Leib und Seele. Gleichfalls würdigte sie, dass seine Mutter Schmidt all die Jahre - auch im hohen Alter noch, wenn es gesundheitlich geht - beim Gottesdienst begleitet.
"Das ist ja ein überwältigender Ansturm. Habe ich das auch so verdient? Wart ihr denn mit mir in all den Jahren so zufrieden?", fragte der Jubilar seinerseits. Ein besonderer Gruß galt seinen Minis der letzten Jahre sowie der Jugend (sein Steckenpferd), allen Gottesdienstbesuchern und besonders auch denjenigen, die ihn damals als jungen Priester empfangen hatten und bis heute zur Seite stehen.
Pfarrer Schmidt zelebrierte die Eucharistiefeier mit rhythmischer Unterstützung der Band um Organisten Josef Göller. Nach der Predigt folgte eine Tanzeinlage der kleinsten Mädels der DJK/SC Vorra, einstudiert von Laura Simon. Für den besinnlichen Klang sorgte der Chor "Cäcilia" unter Leitung von Monika von Grafenstein. Nach dem Abschlusslied "Tanzen, ja tanzen wollen wir" stellte der Pfarrer fest: "Das ist fast wie in Afrika bei meinem Freund Bischof Severine. Klasse! Meinen herzlichen Dank an die Kuratie, der Jugend, einfach allen!" Nach dem Segen gratulierte Kirchenratsvorsitzender Manfred Wurm und überreichte Wolfgang Schmidt ein Bildportrait mit dem Motiv "Pfarrer Schmidt bei einer Fronleichnamsprozession mit dem Allerheiligsten, der Monstranz".
In seiner Rede erinnerte Wurm daran, dass man vor zehn Jahren kämpfen musste, als Pfarrer Schmidt versetzt werden sollte. Es folgten viele Unterschriften sowie eine Vielzahl von Briefen an Erzbischof Ludwig Schick. Wurm las aus damaligen Briefen von Kindern vor und zitierte das Ergebnis: "Er darf bleiben!" So könne man nun zum 30. Jubiläum stolz gratulieren. Wurm gab einen kleinen Einblick in die Arbeit des Kirchenrates, "wo unser Pfarrer wichtige Entscheidungen mit trägt" und so auch "seinen Kopf hinhalten muss".

Einer, der Stärke beweist

Wolfgang Schmidt sei ein Pfarrer, der Ziele hat und Stärke beweist. Er nannte Projekte wie die Innenrenovierung der Kirche, nach Ostern die Orgel, dann nächstes Jahr ein neues Dach, sowie einige neue Fenster, das sind Summen von mehreren hunderttausend Euro, die noch in das Gotteshaus fließen. Wurms Dank galt dann Pfarrer Schmidt und der Kuratie.
Auch die Kerwasmadla und - buben, die Jugend, vertreten durch Katrin Dietz und Silke Nickel, beglückwünschten "ihren Wolfgang" mit einer Bildergalerie der letzten Kirchweihjahre. Weitere Gratulanten waren die Feuerwehren Birkachdurch Wolfgang Volk sowie für Vorra/Abtsdorf/Hundshof der Vorsitzende Andreas Schuhmann.
Nach der Messe verkauften die Minis Kuchen vor der Kirche, wobei der Erlös für die Ebola-Hilfe war. Auch für "Bweni" stand ein Spendenkorb bereit. Für Bewirtung und den gemütlichen Teil sorgte die DJK /SC Vorra. Bei Glühwein und und einem kleinen Imbiss klang das Jubiläum aus. HeGr