Andreas Stahl, vor gut einem Jahr als Kaplan und "Priester vor Ort" nach St. Augustin in Coburg gekommen, wurde zum 1. September dieses Jahres von Erzbischof Ludwig Schick zum Pfarrvikar im Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land mit Sitz in St. Augustin berufene. Mit einem Willkommensgottesdienst wurde Stahl nun offiziell in seiner neuen Funktion begrüßt.

Stahl sei nun nicht länger Kaplan, sagte Susanne Schneider, Vorsitzende des Pfarrlichen Gremiums von St. Augustin. "Aber für unsere Gemeinde ändert sich mit dieser Ernennung eigentlich nichts." So sei Andreas Stahl weiterhin Ansprechpartner in allen Angelegenheiten für die Gemeindemitglieder, Partner in der Ökumene und das offizielle Gesicht von St. Augustin in der Stadt Coburg.

Andreas Stahl betonte, dass das Amt des Pfarrvikars nichts Neues in der katholischen Kirche sei, sondern ein alter Titel, der im Zuge des Strukturprozesses im Erzbistum Bamberg neu entdeckt worden sei. "Ich bin ehrlich gesagt ein großer Fan dieses neuen Modells in der Diözese", konstatierte Stahl, denn "es tut gut, das zu tun, für das ich als Seelsorger angetreten bin. Und so bin ich hier in St. Augustin vor allem für die Seelsorge zuständig." Die Verwaltung liegt beim Leitenden Pfarrer des Seelsorgebereichs; für Coburg ist das Peter Fischer. Ihn zitierte Stahl, als er das Amt des Pfarrvikars beschrieb: "Der Pfarrer von früher minus Verwaltung plus Aufgaben im Seelsorgebereich."

Stahl sagte, er freue sich darauf, in den nächsten Jahren als Seelsorger mit den Gläubigen in St. Augustin und im ganzen katholischen Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land unterwegs zu sein. So wolle er die Menschen im Glauben stützen, sie unterstützen und ihnen helfen, ihren Glauben zu vertiefen und zu feiern, in Gottesdiensten, in Seelsorgegesprächen und Begegnungen. "Ich will aber auch christliche Hoffnung aufzeigen, die froh machen, trösten und das Leben bereichern kann", sagte Stahl. "Und ich will die göttliche Liebe, Jesus Christus, in persona, hier auf dem Altar, Gegenwart sein lassen, will helfen ihn zu verehren und mithelfen, dass wir aus dieser Gemeinschaft heraus mit ihm leben." Denn das Verbundensein vereine die Christen, eine Pfarrgemeinde, die Menschen miteinander und jeden einzelnen persönlich mit Gott.  aku