Alexandra Kemnitzer Mit 29 Jahren trat Ronald Henke 1999 seine erste Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Hassenberg-Wörlsdorf an. Am Sonntag wurde er nach über 19 Jahren offiziell verabschiedet. Er übernimmt in der Gemeinde Lautertal die erste Pfarrstelle. Dekan Andreas Kleefeld wird Ronald Henke am 17. Februar im Gottesdienst um 14 Uhr in Unterlauter einführen.

Der Abschied fällt dem Pfarrer und seiner Familie mit den Töchtern Annika, Johanna und Bettina schwer. Wehmut kam auch bei einigen Gottesdienstbesuchern auf, denen Tränen in den Augen standen.

Pfarrer Henke ermutigte die Gemeindeglieder, weiter den Gottesdienst zu besuchen und im gemeinsamen Singen und Beten Gott ganz nah zu erleben: "Unser Glauben lebt davon, dass wir immer wieder zusammenkommen und miteinander erzählen und feiern. Dazu braucht es nicht einen Pfarrer, sondern nur jemanden, der einlädt."

Deshalb hofft der Pfarrer, dass weiter von den Treffen, wie dem Senioren- oder Gesprächskreis, dem Frauenfrühstück oder dem Kindergottesdienst, reger Gebrauch gemacht wird.

Der Pfarrer hat die Hassenberger und Wörlsdorfer in den beiden evangelisch geprägten Orten, die auch als Kirchengemeinde zusammenhalten, als offen erlebt. Viele Stunden Religionsunterricht hielt Pfarrer Henke an Grund- und Mittelschulen. Während seiner Zeit in Hassenberg wurde das Martin-Luther-King-Haus renoviert. Außerdem ist die große Kirchenrenovierung im Laufen und der Neubau des Kindergartens ist geplant, so dass sich sein Nachfolger wohl auch damit beschäftigen wird.

Die Henkes fühlen sich in Oberfranken wohl. Außerdem ist Annette Henke als Lehrerin in Coburg tätig. Für seine neue Wirkungsstätte wünscht sich Pfarrer Henke, dass alle Freude daran gewinnen, immer wieder fröhlich Gottesdienste miteinander zu feiern. Er freut sich auf die Arbeit mit vielen jüngeren Familien in Unterlauter, auf die Zusammenarbeit mit den Haupt- und Ehrenamtlichen sowie den Kollegenkreis im anderen Bereich des Dekanats.

Musikalisch gestaltete der Gesangverein Hassenberg den Gottesdienst mit. Im Anschluss verabschiedete Dekan Stefan Kirchberger Ronald Henke und überreichte ihm eine Packung Studentenfutter. "Weil es beim Hassenberger Pfarrer immer Nüsse gab", verriet der Dekan. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, sich in der Alten Schule vom Pfarrer zu verabschieden, was viele nutzten.