Die katholische Pfarrei St. Georg versucht in diesen Tagen durch seelsorgliche und gottesdienstliche Angebote im Internet ihrem kirchlichen Auftrag gerecht zu werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Neben den verschiedenen Projekten der vergangenen Wochen wie Einkaufspatenschaften, Osterkerzenverkauf und Gebetsmöglichkeiten möchte das Pfarramt den Blick weiten und um Spenden für Notleidende bitten.

"Wir haben alljährlich gut 120 000 Euro zur Linderung verschiedenster Nöte in der Welt gesammelt und weitergeleitet, und dies auch in der Zeit der Kirchenrenovierung, da sehr viel für das eigene Gotteshaus gespendet wurde, aufrechterhalten können", betont Stadtpfarrer Kilian Kemmer. Damit stelle die Pfarrei immer wieder unter Beweis, nicht nur an die eigenen Bedürfnisse zu denken.

Die Fasten- und Ostersammlung zugunsten von Misereor fiel heuer mangels öffentlicher Gottesdienste aus. In normalen Zeiten zeigten die Spendenergebnisse, "dass die Menschen an den Feiertagen den eigenen Wohlstand und die Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualität aus Gründen der Dankbarkeit mit den Ärmsten der Armen teilen wollten", resümiert Kilian Kemmer. Ihm sei dabei völlig klar, dass momentan viele Menschen in großer Angst und Sorge vor der Zukunft bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung und der sozialen Standards in der Nach-Corona-Zeit leben. Doch umgekehrt stellt Höchstadts Stadtpfarrer eine große Dankbarkeit bei Menschen fest, weil Nahrung und Obdach, medizinische Versorgung und staatliche Fürsorge spürbar vorhanden sind.

Deshalb bittet die Pfarrei um Spenden für die medizinische Betreuung der Flüchtlingslager im Libanon und an der türkisch-griechischen Grenze. "Wenn Corona dort ausbricht, gibt es nicht nur eine medizinische Katastrophe, sondern es setzt sich unaufhaltsam ein neuer Flüchtlingsstrom in Bewegung, der große Not, Gewalt und neue Probleme mit sich bringen wird."

Deshalb versucht das kirchliche Hilfswerk Misereor, seine Hilfsangebote vor Ort zu intensivieren und Menschen bestmöglich aufzuklären, zu behandeln und für Hygiene und Gesundheit zu sorgen. Dieses Unterfangen möchte St. Georg gerne unterstützen und bittet um eine Spende. Es besteht die Möglichkeit, sich in der Kirche ein Spendentütchen abzuholen und dieses mit der Bargeldspende in den Briefkasten des Pfarrhauses einzuwerfen, teilt die Pfarrei mit. Der Briefkasten wird fünfmal am Tag geleert, letztmals am Abend um 20 Uhr. Auch eine Überweisung ist möglich. red