Wie in den vergangenen Jahren lud der CSU-Kreisverband Haßberge die Mitglieder des Kreisvorstandes und die Ortsvorsitzenden zu einer Jahresauftaktsitzung mit Weinprobe nach Sand am Main ein.
Neben einem politischen Bericht vom Kreisvorsitzenden und MdL Steffen Vogel und MdB Dorothee Bär stand auch wieder eine Ehrung auf dem Programm. Seit einigen Jahren vergibt die CSU Haßberge die silberne Ehrenraute, die höchste Auszeichnung, die der CSU-Kreisverband an verdiente Mitglieder vergeben kann.


Mehr als 50 Jahre im Vorstand

In diesem Jahr erhielt Peter Schäflein aus Untertheres die hohe Auszeichnung. In seiner Laudatio hob Kreisvorsitzender Steffen Vogel das lange und große Engagement von Schäflein als Schatzmeister des CSU-Ortsverbandes Untertheres hervor. Wie Vogel erläuterte, war Peter Schäflein seit der Gründung des Ortsverbandes im Jahr 1963 bis zum Jahr 2015, damit 52 Jahre, als Kassier tätig gewesen. Seit der Neuwahl im Frühjahr 2015 unterstützt Peter Schäflein die Arbeit des Vorstandes als Beisitzer. "Wenn jemand über 50 Jahre sich ehrenamtlich in einer Vorstandschaft engagiert, so verdient das allerhöchsten Respekt und Anerkennung", lobte Vogel.
Peter Schäflein würde sich aber nicht nur für die CSU engagieren, er war auch lange Jahre als Schatzmeister des Schützenvereins tätig. Auch interessiere ihn die Dorfgeschichte von Untertheres, sodass er auch immer wieder als inoffizieller Ortschronist bezeichnet werde. Auch im Gemeinderat war Schäflein aktiv. Landkreisweit war Peter Schäflein wegen seiner 20-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender des Personalrates der Sparkasse Ostunterfranken bekannt.
Im Anschluss stand eine politische Aussprache auf dem Programm, in deren Mittelpunkt die Flüchtlingsthematik stand. Vogel und Bär waren sich einig, dass das Thema der Zuwanderung auch in 2016 das zentrale politische Thema sein wird und sowohl Landes- und Bundespolitik, als auch die Kommunen, beschäftigen werden.
Beide Politiker machten deutlich, dass die CSU die humanitäre Verantwortung sehet, den Menschen zu helfen, die verfolgt oder von Krieg und Gewalt bedroht sind. "Als Christen sind wir auch der Gerechtigkeit verpflichtet", so Vogel. Das heiße aber auch, dass man das Gemeinwesen nicht überfordern dürfe, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft nicht zu gefährden. Bär ergänzte, dass man deshalb auch eine faire Lastenverteilung in Europa brauche. Beide Politiker machten deutlich, dass man auch die Verantwortung für die eigene Bevölkerung trage und deren Interessen nicht aus dem Blick verlieren dürfe, weshalb es außer Frage stehe, dass "unser Land einen unbegrenzten weiteren Zustrom nicht verkraften kann, wenn wir die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Flüchtlinge erhalten wollen", so Dorothee Bär und Steffen Vogel einmütig.


Dank an ehrenamtliche Helfer

Eine Begrenzung sei nach Ansicht der beiden Politiker auch deshalb notwendig, weil nur durch eine Begrenzung der Zuwanderung überhaupt die Chance bestünde, alle, die für längere Zeit oder auf Dauer in Deutschland leben werden, erfolgreich zu integrieren: "Nur dann können wir für sie ausreichend Sprachkurse und Bildungsangebote, Wohnungen und Arbeitsplätze bereitstellen, damit die Flüchtlinge ihren Platz in unserer Gesellschaft finden können und nicht in Parallelgesellschaften abdriften."
Abschließend dankten beide den vielen ehrenamtlichen Helfern in den Kreisen, den Bürgermeistern und Landrat Wilhelm Schneider mit seinem Team im Landratsamt, die bisher in mustergültiger Art und Weise die Herausforderungen der Zuwanderung angepackt und gemeistert hätten. red