Kronach — Mit der Jahreshauptversammlung startete der Aero-Club Frankenwald in die neue Flugsaison.
In seinem Jahresrückblick zog Vorsitzender Gerhard Steidl eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Die Vereinsmitglieder führten 610 Starts durch. Insgesamt waren die Segelflugzeuge 430 Stunden in der Luft. Der Flugbetrieb verlief unfallfrei; in drei Fällen erreichten Piloten den Heimatplatz nicht und mussten "Außenlandungen" durchführen. Derzeit bilden die Vereinsfluglehrer drei Flugschüler zu Segelflugpiloten aus. Christian Höfner aus Neuses steht kurz vor seiner Luftfahrerprüfung.

Heuer kein Rundflugtag

Auch die Segelflieger drücken Personalsorgen. Die Anzahl der aktiven Flugscheininhaber verzeichnet von Jahr zu Jahr einen Rückgang. An manchen Tagen wird es schwer, einen Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, so der Vorsitzende. Aus diesem Grund finden die nächsten Rundflugtage erst wieder 2016 statt. Trotz hoher Investitionskosten, allein die neue Lackierung des vereinseigenen Motorseglers schlug mit 12 000 Euro zu Buche, konnte der Kassier Michael Porzelt ein kleines Plus in der Jahresbilanz ausweisen.
Die Vereinsmitglieder wählten im Anschluss Doris Appel und Hubert Kluger als neue Kassenprüfer. Der Vorstand bleibt unverändert. Neuwahlen stehen erst im kommenden Jahr an.
Während der Wintermonate richteten mehrere Autofahrer erhebliche Schäden an Landebahn und Signaleinrichtungen an. Mit ihren Fahrzeugen führten sie "Driftübungen" auf der aufgeweichten Piste durch. Einer der Verursacher konnte aufgrund der Beobachtungen aufmerksamer Spaziergänger von der Polizei ermittelt werden.
Ein vom Luftfahrtbundesamt beauftragter Prüfer hat alle Vereinsflugzeuge begutachtet und die volle Lufttüchtigkeit bescheinigt. Am Luftsport Interessierte sind eingeladen, sich bei Flugbetrieb jederzeit rund um den Flugsport zu informieren.
In den Sommermonaten verbringen drei Flugvereine aus Norddeutschland ihr Fluglager auf dem Kreuzberg. In dieser Zeit findet auch wochentags Flugbetrieb statt.