Am Sonntagmittag wollte ein 38-jähriger Hausbewohner den Grill anzünden. Nachdem er kurz ins Haus gegangen war, stellte er fest, dass das Feuer auf die Pergola übergegriffen hatte. Trotz Feuerlöscher und Wasserschlauch, die zum Einsatz kamen, ging die Pergola mit angrenzendem Gartenhäuschen in Flammen auf.
Der Eigentümer zog sich leichte Brandverletzungen am Arm zu. Der zu Hilfe eilende Nachbar erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und musste in der Klinik behandelt werden.
Durch die Hitzeentwicklung kamen auch noch die Scheiben des Wintergartens zu Schaden. Die Feuerwehrkräfte konnten ein Übergreifen auf das Mehrfamilienhaus verhindern. Der Gesamtschaden wird auf 15 000 Euro geschätzt.
Um 12.49 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg die Feuerwehren Hemhofen, Zeckern, Röttenbach, Baiersdorf und den Einsatzführungsdienst des Landkreises sowie Notarzt und Rettungsdienst zu dem Brand in Hemhofen, dessen Rauchwolke zu diesem Zeitpunkt bereits bis Baiersdorf sichtbar war und den rund 50 Einsatzkräften den Weg wies.
Beim Eintreffen stand das Gartenhaus bereits in Vollbrand, am nur wenige Meter entfernten Wohnhaus waren Fenster gesprungen und Rollos sowie Kunststoffteile des Wintergar-tens geschmolzen. Auch eine Hecke hatte schon Feuer gefangen. Mit drei C-Rohren wurden die Flammen unter Atemschutz niedergeschlagen, das Löschwasser wurde aus einem Hydranten in der Nähe herbeigeführt. Drei Propan-Gasflaschen, die zu einem Gasgrill gehörten und den Flammen anfangs ausgesetzt waren, wurden auf einer benachbarten Wiese abgekühlt.
Der Hausbesitzer, der nur leichte Brandverletzungen erlitten hatte, wurde vor Ort von Notarzt und Rettungsdienst ambulant versorgt. Bei einem Nachbarn, der bis zum Eintreffen der Feuerwehr mitgeholfen hatte, die Ausbreitung der Flammen zu begrenzen, musste davon ausgegangen werden, dass er zu viel Rauch eingeatmet hatte: Er wurde mit dem Rettungswagen in eine Klinik transportiert. pol/KFV