Wer bisher einen Termin auf der Corona-Teststrecke in Oerlenbach vereinbaren wollte, musste sich telefonisch anmelden. Ab Montag, 8. Februar, ist die Anmeldung online möglich und zwar unter www.landkreis-badkissingen.de/coronavirus ?(Klick auf "Corona-Testzentrum") - in drei Schritten: Grund für die Testung angeben (z.B. Kontaktpersonen, Reiserückkehrer, freiwilliger Test), Wochentag wählen und einige persönliche Daten abgeben - unter anderem das Kfz-Kennzeichen, denn der/die zu Testende muss während des Tests im Fahrzeug sitzen bleiben. Schließlich können die Daten noch einmal überprüft und dann abgesendet werden.

Danach erhalten die Nutzer eine Bestätigungsmail mit dem gewünschten Termin. Sollte die Online-Terminvereinbarung nicht möglich sein, ist auch weiterhin eine Anmeldung zum Test über die Corona-Hotline möglich: Tel. 0971/801 10 00. Für das Landratsamt Bad Kissingen ist die Online-Terminvereinbarung ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zur digitalen Behörde. "Zudem ist das ein zusätzlicher Service für unsere Bürgerinnen und Bürger", so Landrat Thomas Bold. "Sie können auch außerhalb der Telefonzeiten einen Termin vereinbaren und haben keinerlei Wartezeit."

Impfungen kommen voran

Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Impfung: Nachdem die Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen weitgehend geimpft werden konnten und auch das Pflegepersonal zu einem großen Teil mit Impfstoff versorgt ist, steht nun die nächste Gruppe im Fokus: Bürger*innen, die älter als 80 Jahre sind und zuhause wohnen. "Hier kommt auf uns eine große Herausforderung zu, denn manche Menschen in diesem Alter sind kaum oder gar nicht mehr mobil", so Bold. "Sie ins Impfzentrum nach Bad Kissingen zu bringen, wäre mit einem erheblichen Aufwand verbunden, den wir ihnen nicht zumuten können und wollen." Am einfachsten wäre es, wenn man diese Bürger*innen zuhause impfen könnte. Doch das ist aus mehreren Gründen nicht möglich. Hauptsächlich, weil der hochsensible Impfstoff nicht ohne weiteres von Haus zu Haus transportiert werden kann.

Es ist daher angedacht, dass Impfteams zu gegebener Zeit in Ausnahmefällen und nur dann, in die Ortschaften kommen und dort an zentraler Stelle die Impfungen durchführen, zum Beispiel im Sportheim, Feuerwehrhaus oder ähnliches. "Von Vorteil wäre es natürlich, wenn wir mit Ärzten kooperieren könnten, die vor Ort eine Praxis haben. Das würde den logistischen Aufwand mindern", erklärt Bold. Aktuell werden die betroffenen Personen vom Landratsamt in Zusammenarbeit mit den ambulanten Pflegediensten, den Tagespflege-Einrichtungen und den Gemeinden ermittelt. Bereits angemeldete Impfwillige sind für diese Aktion vorgemerkt. Alle anderen Impfungen werden zentral im Impfzentrum in Bad Kissingen im Tattersall durchgeführt. Prognosen bezüglich des Impfzeitpunkts kann Bold nicht geben: "Wir haben weiterhin nicht so viel Impfstoff zur Verfügung, wie wir uns das wünschen würden." red