Zwölf Kinder aus Peking mit ihren Müttern und vier Begleitpersonen des Chinesisch-Deutschen Kulturverein "Kolonnade" besuchten für drei Tage Kronach. Untergebracht war die Gruppe in der Jugendherberge auf der Festung.
Die Kontakte mit "Kolonnade" sind zurückzuführen auf den Audioguide für Kronach in chinesischer Sprache, der vom Lionsclub Kronach initiiert wurde und seither schon verschiedene chinesische Gruppen nach Kronach lockte.
Die Kinder erlebten ein intensives Kulturangebot zum Mitmachen. Fränkische Galerie, Stadtbesichtigung, Deutschunterricht, Ausstellung eigener Bilder und Kunstunterricht in der Lukas-Cranach-Werkstatt auf der Festung waren angesagt.
Der erste Kulturtag begann mit Deutschunterricht, den Erika Spörlein kompetent und abwechslungsreich durchführte. Die jungen Gäste arbeiteten engagiert mit.
Karol J. Hurec, bei den chinesischen Gästen schon als Künstler bekannt, übernahm an zwei Tagen den Unterricht in Kreativitätstechniken und Zeichnen. Großes Erstaunen herrschte über die für die chinesischen Schüler ungewohnte Vielfalt und Individualität der Ergebnisse beim kreativen Malen. Beim Sachzeichen in der Natur waren die uralten Bäume im Festungsbereich dankbare Motive. In einer Ausstellung am Kaspar- Zeuß-Gymnasium zeigten die jungen chinesischen Künstler Bilder mit Motiven aus Deutschland: Diese reichten vom deutschen Essen wie Schweinebraten und Bratwürste, über BMW-Autos bis hin zu Schloss Neuschwanstein.
Schulleiterin Renate Leive begrüßte die Gäste; Studiendirektor Dümlein führte durch die Fachräume der Kunsterziehung und erklärte die dort ausgestellten Arbeiten aus dem Kunstunterricht. Karol J. Hurec ging auf die chinesischen Schülerarbeiten ein und betonte, dass die Kinder sich schon vor ihrer Reise intensiv mit Deutschland beschäftigt hätten. Am letzten Tag verteilten Kerstin Löw vom Tourismusbetrieb der Stadt Kronach und Karol J. Hurec Urkunden an die jungen Teilnehmer des Kulturprogramms. red