Das Abstimmungsverhalten des Stadtrates zum Neubau des Pavillons an der Carl-Platz-Schule konnte Bürgermeister German Hacker nicht so richtig nachvollziehen. "Das versteh ich nicht, aber dann ist es halt so", kommentierte das Stadtoberhaupt die Gegenstimmen bei zwei Vergaben. In seinem Sachbericht erläuterte Hacker das zügige Fortschreiten der Planung. Auf Grund der offensichtlich guten Auftragslage bei den Baufirmen ergibt sich demnach bei den Rohbauarbeiten eine Kostenmehrung von rund 14 Prozent. Die Verwaltung versuche, dies bei weiteren Vergaben zu kompensieren. Bei der Aufzugsanlage lag das Angebot genau auf Höhe der Kostenberechnung von rund 59 000 Euro.


Gegen den Aufzug

In der Diskussion verwies Hacker darauf, dass das Gebäude spätestens im September 2018 bezogen werden soll, damit die Räume für die Mittagsbetreuung und den Ganztagsbetrieb zur Verfügung stehen. Die beiden Stadträte der Freien Wähler lehnten sowohl den Aufzug als auch den Rohbau ab. Christian Schaufler begründete dies mit dem zweiten Obergeschoss, das im Stadtrat schon bei der Planung emotional diskutiert worden war. Nach Meinung der Freien Wähler ist das Geschoss überflüssig und lässt den Bau als zu massiv erscheinen.
Hacker wies darauf hin, dass die Regierung signalisiert habe, die Erweiterung zu fördern. "Damit trägt die Regierung der Weiterentwicklung der Stadt Rechnung", erklärte der Bürgermeister, konnte die beiden Stadträte allerdings nicht umstimmen.
Bei den Rohbauarbeiten lag die Kostenschätzung bei knapp unter 1,2 Millionen Euro, das Angebot der Firma FB Hoch- und Tiefbau bei rund 1,3 Millionen und damit 153 000 Euro über der Kostenschätzung. Nach dem Sachvortrag und der Begründung kritisierte CSU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schwab die Vorgehensweise. "Wir können nicht alles auf einmal ausschreiben, sondern es geht nur sukzessive", erklärte Hacker und sagte zu, bei den kommenden Ausschreibungen die Summen der weiteren Bieter zu nennen. Außerdem bewege man sich bis jetzt immer noch im Kostenrahmen. Stephan Wirth (CSU) bat, bei den Vergaben Rücksicht auf den Haushalt zu nehmen, und sagte voraus, dass der Kostenrahmen des Pavillons nicht eingehalten werden könne.
Nach einigem Hin und Her stimmten schließlich sechs Stadträte gegen die Vergabe der Rohbauarbeiten.


Kita soll im Herbst 2018 fertig sein

Für den Bau der neuen Kindertagesstätte Herzo Base II wurde eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Damit ist der Weg frei und der Bauantrag kann im Herbst 2016 eingereicht werden. Baubeginn wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr sein.
Die Inbetriebnahme der siebengruppigen Kita ist für spätestens 1. September 2018 geplant. Die Änderung wurde einstimmig beschlossen.