Gleich zwei neue Ausrüstungen konnte die Feuerwehr Kirchehrenbach dieser Tage dank großer Spenden entgegennehmen: Ein mit sogenanntem Rüstholz beladener Rollcontainer wird ab sofort auf dem Gerätewagen Logistik zum Einsatz gebracht.

Den Kauf hat zum Großteil eine erfolgreiche Zahngold-Aktion möglich gemacht. Und der Feuerwehrverein hat für die Feuerwehr ein schnell aufbaubares Faltzelt gekauft. Zahnarzt Ludwig Miller und Vereinsvorsitzender Rolf Bergmann übergaben dem Kommandanten Sebastian Müller die Gerätschaften jetzt offiziell.

Der Kommandant sparte nicht mit Lob für die Patienten, die sich beteiligt hatten, als er Miller die neue Ausrüstung am Feuerwehrhaus zeigte. Bei der seit Sommer letzten Jahres laufenden Aktion "Ihr Zahngold für die Sicherheit" sind insgesamt 595 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld konnte größtenteils ein Rüstholz-Rollcontainer zusammengestellt werden. Verschieden große Kanthölzer, Keile und Bohlen dienen dazu, nach Unfällen Fahrzeuge oder Gegenstände zu sichern, zu stabilisieren oder abzustützen.

In den letzten Monaten konnten Patienten ihr entferntes Zahngold in eine Spendenbox werfen. Denn oftmals verschwindet es zuhause in der Schublade oder wird achtlos weggeworfen. Miller freute sich nach dem Einschmelzen sehr über das Ergebnis und die damit mögliche Unterstützung der Feuerwehrleute der Gemeinde.

Die Idee für diese ungewöhnliche Aktion hatte Feuerwehrchef Müller im Internet in einer oberbayerischen Stadt entdeckt. Und wer bisher noch nicht zum Spenden kam: Die Sammelbox bei Zahnarzt Miller gibt es weiterhin.

Eine weitere Spende konnte der Feuerwehrvereinsvorsitzende Rolf Bergmann an die gemeindliche Feuerwehr übergeben: Ein Faltzelt im Wert von etwa 700 Euro, das im Einsatzfall beispielsweise als Wetterschutz, zur Betreuung oder zum Aufbau einer Einsatzleitung genutzt werden kann.

Besonders hob Bergmann das Engagement der Vereinsmitglieder hervor, nur durch ihre Arbeit bei Veranstaltungen sei es möglich, dass der Feuerwehrverein die Gemeinde wie in diesem Beispiel finanziell unterstützt. Der drei Mal drei Meter große Pavillon soll bei Bedarf auch für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. red