Am späten Dienstagabend wurde im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken eine weitere so genannte Corona-Party unter der Franz-Josef-Strauß-Brücke in Nürnberg von Beamten aufgelöst. Mehrere deutsche und ausländische Mitbürger feierten gemeinsam.

Sie wurden von Polizeibeamten nach dem Infektionsschutzgesetz belehrt. Nachdem ihre Personalien festgestellt wurden, erhielten alle einen Platzverweis und die Party wurde aufgelöst.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken weist in diesem Zusammenhang in einer Pressemitteilung noch einmal eindringlich auf die von der Bayerischen Staatsregierung erlassene und für jeden verbindliche Allgemeinverfügung hin. Danach sind unter anderem nicht genehmigte Veranstaltungen und Versammlungen sowie der Besuch von Sport- und Freizeitstätten seit Dienstag, 17. März, generell untersagt.

Gleichzeitig bittet das Polizeipräsidium Mittelfranken in der Pressemitteilung Nachbarn sowie ausländische Mitbürger, die möglicherweise den Inhalt der Allgemeinverfügung noch nicht kennen, darauf hinzuweisen. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder entsprechend zu informieren.

Die Polizei warnt eindringlich davor, derartige Veranstaltungen durchzuführen oder zu besuchen. Gewerbetreibende werden gebeten, sich ebenfalls an die Einschränkungen zu halten. "Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen, die Infektionsrate so gering wie möglich zu halten und so lebensbedrohliche Erkrankungen von Risikogruppen zu vermeiden", heißt es in der Mitteilung weiter.

Straftat

Ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung stellt eine Straftat nach dem Infektionsschutzgesetz dar und wird in enger Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft verfolgt. Die mittelfränkische Polizei überprüft die Einhaltung dieser wichtigen Beschränkung mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei seit gestern ab 15 Uhr auch gezielt und setzt sie erforderlichenfalls durch.

Die notwendigen Kontrollmaßnahmen dienen letztlich dem Schutz aller hier lebenden Menschen. red