"Ganz großer Bahnhof" im Stadtarchiv Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt): Die Mitglieder der bundesländerübergreifenden Initiative "Wege zu Cranach" haben sich dort zu einem Gedankenaustausch getroffen. Im Zentrum des bundesweit einmaligen, kulturellen Netzwerks stehen die Cranach-Städte Kronach, Coburg, Nürnberg, Wittenberg, Dessau-Roßlau, Meißen, Neustadt an der Orla, Gotha, Erfurt, Schneeberg, Eisenach, Weimar sowie Torgau.

Die Städtekooperation wurde 2011 ins Leben gerufen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Forschung, Zusammenarbeit, Austausch und Wissenstransfer rund um den berühmten Renaissance-Künstler Lucas Cranach (1472 bis 1553) voranzubringen. Daneben setzt sich der Verbund dafür ein, Lucas Cranach an seinen originalen Wirkungsstätten als vielseitigen und erfolgreichen Künstler einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Geschäftsstelle der "Wege zu Cranach" hat ihren Sitz in Cranachs Geburtsstadt Kronach und wird geleitet von Tourismuschefin Kerstin Löw. Die Treffen finden turnusmäßig in den verschiedenen Cranach-Städten statt. Im Rahmen des Treffens in Dessau-Roßlau besprachen die Mitglieder der Initiative die nächsten öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten. Besonderer Fokus liegt hier auf dem Jahr 2022, in dem die Luthersche Bibelübersetzung ihr 500. Jubiläum feiert. Lucas Cranach gilt als der wichtigste Illustrator der Werke des Reformators. red