Von Montag, 9. August, bis voraussichtlich Freitag, 27. August, ist das Parkhaus Mauer komplett gesperrt. In diesen drei Wochen werden die Rampen von Ein- und Ausfahrt saniert. "Dort müssen alle Nutzer des Parkhauses fahren. Das hat eine beträchtliche Abnutzung zur Folge", erklärt Ullrich Pfuhlmann von der Stadtentwicklungsgesellschaft.

Schwere Autos als Ursache

Die Fahrzeuge - etwa 1000 Pkw fahren jeden Werktag in das Parkhaus - würden immer schwerer und stärker motorisiert. Abbremsen und Anfahren tragen die Oberflächen ab und die Rutschsicherheit ist nicht mehr gegeben. Dazu kommt noch der Eintrag von Tauwasser vermischt mit Streusalz, das dem 1977 eröffneten Parkhaus weiter zusetzt. An den Dehnfugen zwischen den Betonbauteilen hat der Zahn der Zeit ebenfalls kräftig genagt. "Wir kommen um eine Sanierung nicht herum", sagt Ullrich Pfuhlmann. Und der Leiter der Instandhaltung der Wohnbau, Jürgen Dünisch, ergänzt: "Wir sanieren die Oberflächen rechtzeitig, so dass keine Feuchtigkeit in die Betonteile sickert und dort die Stahlbewehrung angreift. Das wäre dann weitaus aufwendiger und teurer."

So werden im August etwa ein Zentimeter von den Rampen und den Fahrspuren der Ein- und Ausfahrten abgefräst und anschließend neu beschichtet. Während dieser Arbeiten können alle 443 Stellplätze nicht benutzt werden. Ist die neue Verschleißschicht aus verschiedenen Epoxydharzen getrocknet und gehärtet, können Teile des Parkhauses wieder freigegeben werden. In der folgenden Zeit wird sich die Stadtentwicklungsgesellschaft als Eigentümer des Parkhauses nach und nach der schadhaften Stellen in den oberen Etagen annehmen.

Im Lockdown war's zu kalt

"Zunächst wollten wir die Zeit während des coronabedingten Lockdowns für die Sanierung nutzen. Aber da war es zu kalt. Die Bauteile müssen für die Arbeiten eine Temperatur von mindestens 10 Grad Celsius haben", erläutert Ullrich Pfuhlmann. Der nächste Termin in der Osterzeit wurde verworfen, da die Corona-Einschränkungen gelockert werden konnten und der Coburger Handel nicht noch durch weniger Parkplätze belastet werden sollte.

Die Sanierung der Rampen ist mit 80 000 Euro veranschlagt. Für weitere Arbeiten sind noch einmal 300 000 Euro eingeplant.