Eine Heizung mit Holzpellets, unterstützt von einer Solaranlage, wird das geplante Sportfunktionsgebäude an der Schulsportanlage in der Wiesenstraße erwärmen. Der Senat für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen hat am Mittwoch diese Variante aus einer Palette von elf energetischen Standards gewählt.

"Park der Arten"

Für den "Park der Arten" auf der Lauterer Höhe kann die Stadt auf Bundeszuschüsse von 1,755 Millionen Euro hoffen. Entlang des Rottenbaches auf dem Gelände zwischen der früheren Baumschule und dem Landratsamt soll in den nächsten Jahren ein Grünzug entstehen. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 6,4 Hektar und soll sich einerseits auf das Klima positiv auswirken, anderseits Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten. Dafür sind Trocken- und Feuchtbiotope vorgesehen sowie ein System aus Tümpeln, Teichen und Gräben.

"Hier entsteht eine grüne Lunge im Norden der Stadt", sagte Grünflächenamtsleiter Bernhard Ledermann. Für den ersten Teils des Parks der Arten gibt die Stadt in den nächsten Jahren knapp 300 000 Euro aus.

70 junge Bäume bilden schon jetzt eine vierreihige Allee, die die Niorter Straße gewissermaßen fortführt und eine optische Achse zur Veste bildet. Am Ende dieser Allee wird eine etwa fünf Meter hohe Rasenpyramide aufgeschüttet. Im Herbst soll mit dem Bau der Spiralpyramide begonnen werden, der letzte der drei Teile des Parks der Arten wird nach der aktuellen Planung im Herbst 2024 fertig sein.

Die Stadt Coburg wird Bauherren weder Vorschriften machen noch eine Förderung geben, um Photovoltaikanlagen auf privaten Neubauten vorzusehen. Der Senat für Stadtplanung und Bauwesen lehnte einen entsprechenden Antrag der früheren Stadträtin Martina Benzel-Weyh (Coburger Liste) mit einer Gegenstimme ab.

Biergarten und Stadtstrand

Im Rosengarten und am Goldbergsee gibt es mit dem "Stadtstrand" und dem "Goldstrand" Außengastronomie. Einen Biergarten im Hofgarten oder auf den Arkaden wird es nicht geben.

Der Senat nahm die umfangreiche Machbarkeitsstudie für Außengastronomie an verschiedenen Standorten zur Kenntnis. Im Januar vergangenen Jahres hatte die christsoziale Stadtratsfraktion und deren junge Liste (Junge Coburger) eine solche Studie gefordert.

Der Stadtstrand im Rosengarten hat sich als Erfolg erwiesen. Auch am Wolfgangsee auf der Terrasse des Bürgerhauses könne Außengastronomie entstehen, so das Votum der Stadtverwaltung. Kritisch wird beim Festplatz in Wüstenahorn wegen der Nähe zu Wohnungen eine mögliche Lärmbelästigung gesehen.

Der Hofgarten ist laut Machbarkeitsstudie kein geeigneter Ort für einen Biergarten. Außengastronomie auf einer Fläche von 300 Quadratmetern während mehrerer Monate sei im Gartendenkmal Hofgarten zu groß und würde dem Charakter widersprechen. Im Kleinen Rosengarten beim Kunstverein könne man sich ein Gartencafé oder "Café Art" durchaus vorstellen. cw