Jahrelange Planung und zweijährige Bauzeit: Am Sonntag konnte das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Juraplateau in Kümmersreuth seiner Bestimmung übergeben werden. Eine Parade vom "Krögelhofer Weg" zum neuen Domizil der Feuerwehr "Am Schulberg" bildete den Anfang der Weihefeierlichkeiten.
Landrat Christian Meißner (CSU), Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU), zahlreiche Mandatsträger, die Blaskapelle Wattendorf sowie die Floriansjünger aus Bad Staffelstein, Horsdorf, Loffeld, Stublang, Uetzing, Serkendorf, Frauendorf, Schwabthal und Wattendorf hatten sich neben der Ortswehr in die Parade eingereiht.


Zunächst feierlicher Gottesdienst

Zunächst fand auf dem Vorplatz ein feierlicher Gottesdienst statt, den Pfarrer Wilhelm Mahlmeister vom Marienberg zelebrierte und die Wattendorfer Blaskapelle musikalisch umrahmte. In seiner Predigt ging der Geistliche auf den heiligen Florian ein - den Helfer in irdischer Not und im Kampf gegen das Feuer des Bösen. Zum Schluss rief Mahlmeister dazu auf: "Werdet Brandstifter! Lassen Sie sich selber zuerst von Jesus Christus entflammen und entflammen Sie auch andere Menschen mit diesem göttlichen Feuer!" Am Ende des Gottesdienstes segnete der Pfarrer in Anwesenheit des Kommandanten Christian Betz und des früheren Vorsitzenden Georg Heidenreich die Räume des Feuerwehrgerätehauses.


Neubau wurde dringend benötigt

Der ehemalige Vorsitzende Georg Heidenreich wies auf den dringend erforderlichen Neubau hin. Nach vielen Begutachtungen des alten Feuerwehrhauses habe 2012 festgestanden, dass ein neues errichtet wird. Der Grund: Das Alte war in einem schlechten Zustand, es hatte erhebliche Baumängel.
Die Besitzer des etwa 530 Quadratmeter großen Grundstückes waren an Ehrenvorsitzenden Richard Krappmann herangetreten, was mit dem Grundstück geschehen solle. Dieser reagierte schnell und trat an die Stadt heran. Nach einiger Zeit stand der Abriss an. 2015 begann der Neubau.
Bürgermeister Jürgen Kohmann zeigte sich erfreut über das gelungene Werk. "Bereits 2003 standen die ersten Überlegungen an, das alte Feuerwehrhaus an der Staatsstraße aufzustocken und zu erweitern. Doch der damalige Stadtrat hatte dieses Vorhaben verworfen", so Kohmann.
Vom Sicherheitstechnischen wäre dieses Vorhaben nicht optimal gewesen, fügte er an. Die Baupläne dieses Neubaus wurden durch Andreas Ender und Wolfgang Lilie vom Stadtbauamt mit den Verantwortlichen der Ortswehr abgestimmt. Durch Eigenleistung und Zuschüsse, so das Stadtoberhaupt, konnte die Bausumme gemindert werden.


Mit Eigenmitteln ausgestattet

"Ich gratuliere und danke namens der Stadt Bad Staffelstein und freue mich gleichzeitig, dass der neue Schulungsraum mit Eigenmitteln von der Feuerwehr, des Obst- und Gartenbauvereins und der Jagdgenossenschaft ausgestattet wurde und örtlichen Vereinen zur Verfügung gestellt wird", so das Stadtoberhaupt. Landrat Christian Meißner lobte die Ortswehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz beim Neubau. Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger benötigen ein funktionales Feuerwehrhaus.
Damit unterstrich Kreisbrandrat Timm Vogler, wie wichtig eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Ausstattung und auch eine funktionale Unterkunft der Feuerwehr für den Schutz der Menschen und ihrer Sachgüter in einer Ortschaft wie Kümmersreuth seien. "Von zweckmäßig und funktional, erst recht von modern und motivierend konnte bei der bisherigen Unterkunft schon lange keine Rede mehr sein. Die beengten Räumlichkeiten waren äußert unbefriedigend und stießen zu recht auf Kritik bei den Kameraden. Das Gebäude selbst befand sich in einem nicht zweckmäßigen Zustand, es war zu klein, unpraktisch und den Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr entsprechend", so Timm Vogler. Kommandant Christian Betz lobte: "Die etwa 5000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden inklusive Abriss der alten Gebäude zeugen von einer sehr guten Kameradschaft innerhalb der Ortswehr Kümmersreuth."