In einem Altmetallcontainer auf einem Firmengelände in der Feldstraße entsorgte ein Unbekannter eine Übungsgranate für eine Panzerfaust. Ein Angestellter der Firma fand sie am Donnerstag um 9 Uhr in dem Container und verständigte sofort die Polizei.
Nach einer Inaugenscheinnahme durch die Coburger Polizisten und einer Rücksprache mit Sprengstoffexperten der Technischen Sondergruppe stellte sich heraus, dass es sich bei der Granate um eine ungefährliche und transportsichere Übungsgranate für eine Panzerfaust handelte. Die Granate konnte nun sicher von den Coburger Ordnungshütern abtransportiert und vorübergehend bis zur Entsorgung in einem Fundmunitionsbunker deponiert werden. Die Coburger Polizei prüft nun mögliche sprengstoffrechtliche Verstöße. Für die Allgemeinheit bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.
Auf einer Internetplattform werden solche Granaten sogar als Deko-Artikel für Militär-Fans angeboten. "Verschossene Panzerfaust, drei Übungsgranaten komplett mit Leitwerk. Bei diesen Dekogranaten handelt es sich um oberflächlich gereinigte, verschossene Übungsgranaten der Bundeswehr. Teilweise sind die Stachel leicht verbogen und die Lackierung leicht verkratzt. Außerdem sind alle Leitwerke durch die Wucht beim Aufprall nach dem Abschuss leicht beschädigt", heißt es im Angebot. Preis: 79,99 Euro. Dennoch sorgte die Meldung über den Fund für genug Aufsehen, um auch in überregionalem Medien wie www.focus.de Beachtung zu finden. red/pol