Zur Festgottesdienst-Ankündigung "Erzbischof feiert mit" vom 2. Oktober und zur Ankündigung "Gottesdienst in Untersteinach findet unter 3G-Regel statt" vom 8. Oktober erreichte uns folgende Lesermeinung:

Was unternimmt die katholische Kirche noch alles, um ihre Kirchen leer zu bekommen? Nach dem geringen Besuch des Festgottesdienstes in Marienweiher mit Erzbischof Ludwig Schick, für den einen Tag vorher in der Presse die 3G-Regel ausgerufen wurde, schließt sich nun die katholische Kirchengemeinde in Untersteinach der 3G-Regel an.

Bei Johannes 6,37 steht ganz deutlich geschrieben, was Jesus dazu sagen würde: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht ausstoßen." Der amerikanische Theologe William MacDonald beschreibt diesen Vers als eine der wichtigsten Lehren der Bibel. Der Vers beschreibt nicht nur, dass jeder Mensch selbst die Verantwortung bekommen hat, sich für oder gegen Jesus zu entscheiden. Er zeigt auch, dass Jesus niemanden abweist, der im Glauben zu ihm kommt.

Keiner dachte an die 3G-Regel, als wir im vergangenen Jahr einen Inzidenzwert von über 400 hatten. Jetzt plötzlich, bei weniger als 100 - heute 43 - bricht Panik aus. Seit Ausbruch der Pandemie war ich jede Woche in den Kirchen unserer Pfarrgemeinde Marienweiher unterwegs und nahm an Gottesdiensten teil. Immer wäre trotz AHA-Regeln Platz für weitere Kirchgänger gewesen. An Weihnachten erweiterten wir die Anzahl der Christmetten in Marktleugast von einem auf vier Gottesdienste, und alle konnten mit "AHA" das Weihnachtsfest feiern. Warum hält man dann nicht einfach einen Gottes-dienst mehr am Sonntag, wenn man sich um die Gesundheit der Kirchgänger sorgt?

Jesus - hier ein weiterer Auszug aus Matthäus 11,28 - dachte anders darüber, was zu tun ist, wenn sich Menschen in einer schwierigen Situation befinden, wenn sie ängstlich und unsicher sind. Er sagte: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken."

Oswald Purucker

Marktleugast