"90 Jahre zu Gottes Lob und Ehre spielen"- treffender lässt sich das Selbstverständnis eines Posaunenchores nicht beschreiben. Am Sonntagabend feierte der Posaunenchor Sylbach mit einem Konzert in der St.-Michaelskirche in Unterhohenried sein 90-jähriges Bestehen. Zur Freude der zahlreichen Besucher gab es ein abwechslungsreiches Programm von klassischen Liedern bis hin zu modernen Spirituals. Die Leitung hatte Martin Appold, der gemeinsam mit Bezirksposaunenchorleiter Jürgen Koch abwechselnd den Chor dirigierte.

Neben den Bläsern des Posaunenchores Sylbach unterstützten Gastbläser aus den Chören Holzhausen, Eschenau und Erlangen-Bruck den Jubiläumschor. Die Orgel brachte Tabea Thurn aus Knetzgau mit einfühlsamen Zwischenspielen zum Klingen. Die einzelnen Stücke moderierten Dirigent Martin Appold, Pfarrer Bodo Bergk, Chorleiter Jürgen Koch, Obfrau Freya Sidon und der langjährige Chorleiter Reiner Sidon.

Mit stehend dargebrachten Ovationen huldigten die Zuhörer am Ende des Konzerts den Darbietungen der Musiker.

Ein Werk mehrerer Generationen

Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus standen Grußworte im Mittelpunkt. Im Namen der Stadt Haßfurt gratulierte Stadtrat Berthold Albert. "Nicht auszudenken, was an Tönen, Freude und Trost fehlen würde, wenn es den Posaunenchor nicht gäbe", sagte Albert. Er stellte den Stellenwert des Posaunenchores im gesellschaftlichen Leben des Ortes und der Stadt heraus, wozu die Umrahmung von Gottesdiensten, Gemeindefesten und runden Geburtstagen zähle. Den Mitgliedern, die seit nunmehr 90 Jahren Freude mit ihrer Musik bereiten, galt Alberts besonderer Dank. Rückblickend seien die 90 Jahre für die Männer, die im Jahr 1929 den Posaunenchor gründeten, ein wohl kaum vorstellbarer Zeitraum gewesen. Deshalb sei es auch das Werk mehrerer Generationen, deren Arbeit einem Staffellauf gleiche.

Grußworte überbrachten zudem Dekan Jürgen Blechschmidt sowie die Vertreter der örtlichen Vereine. cr