Etzelskirchen — Die Osternacht ist der Höhepunkt der drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung Christi - so auch in der Pfarrei St. Jakobus Etzelskirchen. Die Feierlichkeiten nahmen ihren Anfang mit dem Entzünden und Weihen des Osterfeuers. Pfarrer Stefan Pröckl bereitete die Kerze für die Feier vor. Mit einem kleinen Kreuz ritzte er das Kreuzsymbol in die Kerze, darüber das Alpha, darunter das Omega. Auf die Kreuzarme wurde die Jahreszahl 2016 gezeichnet.
Fünf aus Wachs geformte Weihrauchkörner, die Pfarrer Pröckl in die Kerze drückte, symbolisieren die fünf großen Wunden des Gekreuzigten. Dann wurde die Kerze geweiht und am Osterfeuer entzündet. Sie wird jetzt 50 Tage bis Pfingsten und dann nur noch bei Taufen und Beerdigungen brennen.
Mit der brennenden Kerze zog die Prozession in die dunkle Kirche. Auf dem Weg zum Altar wurde von Pfarrer Pröckl mit dem dreimaligen Ruf "Lumen Christi" ("Licht Christi") der Worte Christi "Ich bin das Licht der Welt" gedacht. Das Licht der Osterkerze wurde an die Gläubigen verteilt. Die ganze Gemeinde erneuerte in der feierlich gestalteten Liturgie gemeinsam das Taufversprechen, bei dem erstmals seit dem Aschermittwoch wieder das "Halleluja" gesungen wurde. Am Ende des Gottesdienstes wurden die Speisen geweiht und die Gläubigen trugen das Licht der Osterkerze an die Gräber ihrer Verstorbenen. Eine Agape im Pfarrheim schloss sich an.