Hoch über dem Rotmaintal auf dem Schindlersberg loderte das Osterfeuer hinauf in die sternenklare Nacht. Es hat eine schon über 100-jährige Tradition in Dreschenau, ist eines der ältesten Fanale dieser Art in der ganzen Umgebung.
Das Spektakel auf dem Gelände, das auch einen schönen Blick bis Bayreuth und weit ins Kulmbacher Land bietet, zog zahlreiche Besucher an, die es sich bei Bratwürsten, weißem Käse und einem Schluck Bier gemütlich machten.
Organisiert hatte das Ganze Landwirt Egon Zimmermann in Zusammenarbeit mit der örtlichen Dorfgemeinschaft. Aus Erzählungen wissen die Dreschenauer noch, dass vor Jahrzehnten die "Holl'n-Rina", eine Bäuerin, immer am Ostersonntag ganz in der Früh den Hügel hinaufgestiegen ist, um Asche zu holen und sie daheim im Stall zu verstreuen - als Zeichen der Frömmigkeit und um Unheil von den Rindern fern zu halten.


"Damit sie schön bleibt"

Auch habe die Rina einen Zweig, der noch ein wenig glühte, mitgenommen und ihn hinter den Spiegel gestellt. "Damit sie schön bleibt",wie sich eine betagte Dreschenauerin erinnert.
Solche Geschichten sterben eben nicht aus.