Trauer um Oskar Böse. Der Mitbegründer des Heiligenhofes in Bad Kissingen sowie zahlreicher anderer Institutionen und Initiativen ist am 6. April in Düsseldorf im Alter von 91 Jahren gestorben. Oskar Böse war Mitbegründer des Sudetendeutschen Sozialwerkes und dessen erster Leiter. Er wurde am 10. Juni 1924 in Seifersdorf/ Kreis Deutsch Gabel geboren und lebte seit 1935 in Reichenberg. Nach Kriegsende verschlug es ihn nach Bayern, 1948 gründete er eine der ersten Gruppen der Sudetendeutschen Jugend.
Es folgte 1952 die maßgeblich von ihm initiierte Gründung des Sudetendeutschen Sozialwerks und der Erwerb des Heiligenhofs in Bad Kissingen, dessen Leitung er gemeinsam mit seiner Frau Pepi bis 1957 übernahm. Der Heiligenhof war von Anbeginn an eine "Sudetendeutsche Heimstätte europäischer Jugend", damals ein Haus mit 40 Betten und einem großen Jugendzeltplatz. Er war Geschäftsführer und Programmleiter in einem.


Eine Ersatzheimat

Für viele Personen wurde der Heiligenhof in dieser Zeit zu einer Ersatzheimat, mit der man lebenslang verbunden war. Von 1951 bis 1965 war Oskar Böse Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Jugend, von 1953 bis 1967 zugleich Vorsitzender der Deutschen Jugend des Ostens. 1965 folgte Böse dem Ruf als Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, heute Landesstiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, nach Düsseldorf. Er übernahm zahlreiche Ehrenämter und war Träger zahlreicher Auszeichnungen, zum Beispiel des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und des Bayerischen Verdienstordens. "Dem Heiligenhof und seinen Anliegen war Oskar Böse bis ins hohe Alter verbunden", so Steffen Hörtler, der heutige Leiter des Heiligenhofes. red