Die SPD-Fraktion im Forchheimer Kreistag hat einen Antrag gestellt, dass sich der Landkreis Forchheim zusammen mit der Gemeinde Pinzberg für eine Ortsumgehung von Gosberg einsetzen soll. Eine Realisierung durch die im Bundesverkehrswegeplan angedachte B 470-Ortsumfahrung von Forchheim sei abzulehnen.

Damit verbunden solle ein Antrag des Landkreises auf Projektförderung nach dem Finanzausgleichsgesetz (Bau von in gemeindlicher Sonderbaulast stehenden Ortsumfahrungen beziehungsweise Entlastungsstraßen) oder eine Förderung nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz sein.

Des Weiteren soll das Vorhaben im achten Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern angemeldet werden. Der Landkreis Forchheim soll laut SPD-Antrag der Gemeinde Pinzberg in Aussicht stellen, sich finanziell an dem kommunal verbleibenden Eigenanteil zu beteiligen.

Zur Begründung führt die SPD an: Durch Gosberg würden auf der Kreisstraße FO 2 circa 15 000 Fahrzeuge am Tag und über die Staatsstraße 2236 12 000 Fahrzeuge fahren. Dies sei für die Anwohner der Durchfahrtsstraße eine starke Lärm- und Schadstoffbelastung. Außerdem stelle das hohe Verkehrsaufkommen für die Bewohner ein immenses Gefahrenpotenzial dar.

Die B 470-Ortsumgehung habe laut SPD im Gegensatz zu einer kleineren Ortsumgehung viele Nachteile. Die Flächenversiegelung und die Kosten seien um ein Vielfaches höher. Der Nutzen jedoch bleibe nahezu gleich, da nach Auskunft des Staatlichen Bauamts Bamberg in Forchheim nur eine geringe Verkehrsentlastung an der B 470 erzielt würde.

Auch der von der Stadt Forchheim beauftragte Lärmaktionsplan komme zu dem Ergebnis, dass der B 470-Ausbau nur eine geringe Lärmminderung für die Anwohner bewirken würde.

Schneller zu realisieren

Die Ortsumfahrung/B 470 war schon mehrere Jahrzehnte mit unterschiedlichen Prioritäten Teil des Bundesverkehrswegeplans. Auf Entlastung hoffen die Bewohner von Gosberg jedoch vergebens. Eine Realisierung der großen Ortsumfahrung/B 470 habe, so behauptet die SPD um ihren Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Fees weiter, wegen naturschutzrechtlicher Probleme und des geringen Nutzen-Kosten-Faktors wenig Chancen auf Realisierung. Eine kleine Ortsumgehung wäre wegen des geringeren Natureingriffs naturschonender und schneller zu realisieren. red