Mit dem neuen Jahr startet auch wieder die "Orgelzeit" in der evangelischen Kirche. In dieser Reihe stellt der Musikwissenschaftler und Organist Gerald Fink interessante Themen rund um dieses ganz besondere Instrument vor. Heuer steht die Staffel unter dem Motto "Weltkulturerbe Orgel". 2018 hat die Unesco Orgelbau und -musik zum immateriellen Kulturerbe erklärt.

Am Mittwoch, 29. Januar, beginnt um 19.30 Uhr das erste Konzert in diesem Jahr. Unter dem Titel "Was du ererbt von deinen Vätern" wird Gerald Fink Werke von Johann Sebastian Bach, Jan Pieterszon Sweelinck, Petr Eben, Dieterich Buxtehude und Franz Tunder interpretieren. Dabei werden interessante "Komponistentraditionen" freigelegt, denn teilweise befanden sich die genannten Personen in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis, aber auch der tschechische Komponist Petr Eben bezieht sich in seiner "Hommage à Buxtehude" 300 Jahre später auf seinen barocken Kollegen.

Die "Toccata und Fuge in d-Moll" von Bach gilt dabei zwar als Spitzenwerk und eines der berühmtesten Werke der Musik überhaupt, doch auch die Stücke dieser Gattung der anderen Komponisten stehen ihr in packender Dramatik und ausgelassener Spielfreude nicht nach, heißt es in der Einladung. Die "Orgelzeit" ist als Gesprächskonzert konzipiert, das heißt die Stücke werden von Gerald Fink erläutert und anschließend gespielt. Der Eintritt ist wie immer frei. red