Im Rahmen des Kirchweih-Festgottesdienstes feierte die Filialkirchengemeinde Mühlendorf das 50-jährige Dienstbestehen ihrer Organistin Hildegard Burkard gleich mit.

Burkard lernte das Orgelspielen einst bei Frau Dohlus in der Bamberger Oberen Pfarre. Ihren ersten offiziellen Einsatz hatte sie auf einer Beerdigung in Stegaurach; hierzu wurde sie vom damaligen Pfarrer Konrad Krabbe von ihrem Arbeitsplatz im Kindergarten "auf dem kurzen Dienstweg" weggeholt.

Seitdem hatte Hildegard Burkard regelmäßige Einsätze unter anderem in Mühlendorf, wo ihre Eltern Veronika und Georg Roth den Orgeldienst versahen. Seitens der Kirchenverwaltung Mühlendorf gratulierte Adam Rottmann, dankte ihr für den unermüdlichen Einsatz und überreichte neben der Urkunde des Amts für Kirchenmusik auch einen Blumenstock sowie eine Figur ihrer Namenspatronin, der heiligen Hildegard von Bingen.

So manche Anekdote hatte sich im Laufe der fünf Jahrzehnte zugetragen. Diese hatten oft mit den Tücken der verschiedenen Instrumente zu tun. Oft war Hildegard Burkard auch "Nothelferin": So erzählte Pfarrer Walter Ries, dass er erst nur eine Stunde vor seinem Einführungsgottesdienst in Walsdorf feststellen musste, dass der zuständige Organist verhindert war. Ein Anruf auf ihrem Handy genügte und Hildegard Burkard unterbrach sofort ihre Nuss-Ernte und eilte sogar noch rechtzeitig zur Orgelbank. red