Wie sieht's eigentlich in den Missionsstationen der Franziskanerinnen in Albanien aus? Wie kann dort "Haßfurt hilft" auch in dieser schwierigen Zeit helfen? Sind dort alle noch gesund?

Natürlich gibt es auch dort die Pandemie, erklärt die Hilfsorganisation in einer Mitteilung an die Medien. Die Menschen in Albanien haben Angst vor dem Coronavirus, und zwei Ordensschwestern der Missionsstation in Dushaj wurden in die Quarantäne gezwungen. Schwester Lia hat körperliche Probleme und erholt sich zurzeit bei ihrer Familie in Italien.

Die Missionsstation war viele Wochen lang komplett verwaist. Im September konnte langsam unter strengen Vorsichtsmaßnahmen die Station der Franziskanerinnen wieder geöffnet werden. Auch der Arztbetrieb, den "Haßfurt hilft" finanziert, läuft wieder an. "Wir sind ja so dankbar", schreiben die Ordensfrauen, "dass wir mit dem Geld aus Haßfurt auch Bücherranzen und Schulmaterial für die Kleinen kaufen können. Auch Kinderschuhe werden jetzt im Herbst gebraucht."

Auch in einer zweiten Missionsstation in Albanien, in Delphine bei Saranda, die auch von "Haßfurt hilft" finanziell stark unterstützt wird, hat das Virus Spuren hinterlassen. Die Internatsschule war wochenlang geschlossen, denn die Eltern hatten Angst, ihre Kinder dorthin zu schicken. Trotzdem haben die Ordensfrauen geholfen: mit Lebensmitteln, Einkaufsgutscheinen und mit Schulmaterial. Viele Familien haben zurzeit kein Einkommen, da die Touristen ausbleiben. Eine Lehrerin beispielsweise, die Fieber hatte, durfte erst wieder arbeiten (Geld verdienen) nach dem Negativ-Test, der sie 100 Euro kostete. "Gerade diese Schule aber ist uns so wichtig", sagt Doris Fery, die für "Haßfurt hilft" ständig Kontakt zu den Ordensfrauen in Dushaj und Delphine hält, "weil dort heranwachsenden Mädchen endlich mal ein neues Frauenbild voller Selbstbewusstsein und gleichberechtigter Selbstständigkeit ohne lebenslange Unterwürfigkeit oder Zwangsverheiratung vermittelt wird."

Gutes Miteinander

"Gerne helfen wir in Albanien", sagt Helga Schumacher, die Vorsitzende von "Haßfurt hilft", "in unserem armen östlichen Nachbarland, in dem so vorbildlich Moslems und Christen geschwisterlich zusammenleben. Was für ein Vorbild für die übrige Welt. Dom und Moschee stehen in Shkodra nebeneinander."

Wer mithelfen will, dort Gutes zu tun, kann das mit einer Spende tun: Bankverbindung von "Haßfurt hilft". Iban: DE 16 7935 0101 0190 4109 10. red