"Keyline Design - Wasser in der Landschaft halten" lautet das Thema eines OnlineSeminars für Landwirte, das die Bayerische Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Rhön, die Ökomodellregion Rhön-Grabfeld, die Kreisgruppen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld des Bayerischen Bauernverbandes und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt für den 2. Dezember organisiert haben. Die Schlüssellinienkultur (Keyline Design) ist eine Methode, mit der Wasser in der Landwirtschaft gesammelt, gespeichert und besser verteilt werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung der hessischen Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Rhön.

Basierend auf der Geländekontur werden Bearbeitungs- und Pflanzmuster erstellt, die Ackerbau, Grünland oder Baumstreifen so ausrichten, dass Starkniederschläge aufgefangen werden und in den Flächen versickern können. So steht dem Betrieb das Niederschlagswasser auch in trockenen Sommern als Grundlage für eine gesicherte Produktivität zur Verfügung. In seinem Vortrag erklärt Diplom-Forstwirt Philipp Gerhardt die Grundlagen der Methode und zeigt, wie dieses System in landwirtschaftliche Betriebe integriert werden kann.

Anmeldung ist erforderlich

Das Online-Seminar findet am Mittwoch, 2. Dezember, von 19 bis 21 Uhr statt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter https://www.edudip.com/de/webinar/keyline-design-wasser-in-der-landschaft-halten/496194 erforderlich (der Anmeldelink ist auch unter www.biosphaerenreservat-rhoen.de und www.oekomodellregionen.bayern/rhoen-grabfeld zu finden). Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer die Zugangsdaten.

Das Seminar ist Teil der Reihe "Klimaanpassung in der Landwirtschaft", bei der Anfang November bereits das Thema "Was Landwirte bei der Anpassung hemmt und welche Unterstützung sie benötigen" auf dem Programm stand. 69 Interessierte aus Landwirtschaft, Verwaltung, Behörden und Wissenschaft verfolgten zwei Vorträge der Universität Würzburg und der Universität Bayreuth, die dieser Fragestellung nachgingen.

Ein erstes Stimmungsbild zeigte die Befragung von 15 Landwirtinnen und Landwirten aus der Rhön. "Sowohl die Risikoeinschätzung und Erfahrungen mit Klimafolgeschäden als auch die Erwartungen an die Wirksamkeit von Maßnahmen hatten bei den Befragten Einfluss auf eine Umsetzung", heißt es in der Pressemeldung weiter.

Eine bayernweite Umfrage hatte gezeigt, dass sich die Wahrnehmung des Klimawandels - im Sinne von Ertragsgewinnen und -verlusten - innerhalb von Bayern unterscheiden. Dennoch wurden die zukünftigen Folgen des Klimawandels auf die Flächen als überwiegend schlecht eingeschätzt. Gleichzeitig nannten die befragten Landwirte zahlreiche Vorschläge zur Klimaanpassung: Die Top 10 der Maßnahmen fielen in die Handlungsfelder Sorten-/Artenwahl, Humusaufbau und Wasserhaushalt.

Die Aufzeichnung des Seminars ist auf der Homepage des Biosphärenreservats unter https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/landwirtschaft-klimawandel und auf Info-Agrar-Online unter https://infoagrar-online.de/online-seminare zu sehen. red