Höchstadt — Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Thomas Pickel hatte Höchstadts Sparkassenchef Reinhard Lugschi sieben langjährige Mitarbeiter eingeladen, um Rückschau zu halten auf 40- oder 25-jährige Sparkassen-Tätigkeit. "Wer so lange einer Arbeit nachgeht, der muss Freude haben an dem, was er tut", resümierte Lugschi. Gleichzeitig sieht der Sparkassendirektor in der Arbeitgebertreue eine Bestätigung der Entwicklungsmöglichkeiten in seinem Hause.
Als Rudolf Fürstenhöfer, Johann Hofmann und Jutta Schmitt vor 40 Jahren in die Kreissparkasse Höchstadt eintraten, regierte in Bonn Bundeskanzler Helmut Schmidt. In der Sparkasse arbeiteten 74 Mitarbeiter und betreuten eine Bilanzsumme von umgerechnet 70 Millionen Euro. "Bedenkt man, dass heute die dreifache Zahl an Mitarbeitern das Elffache der Bilanzsumme - also 796 Millionen Euro - betreut, kann man zu Recht sagen: Das war eine andere Zeit", betonte Lugschi.
Der Vestenbergsgreuther Rudolf Fürstenhöfer begann am 1. September 1975 seine Ausbildung zum Sparkassen-Kaufmann. Es folgte der Einsatz auf verschiedenen Geschäftsstellen sowie die Weiterbildung zum Sparkassenbetriebswirt, bevor er im Juni 1985 die Leitung der Geschäftsstelle Dechsendorf übernahm. Von dort wechselte Rudolf Fürstenhöfer vor 27 Jahren in den Kreditbereich. Seit 16 Jahren ist er stellvertretender Abteilungsleiter.
Johann Hofmann startete seine berufliche Laufbahn nach der Lehrzeit im Zahlungsverkehr. Nach Zwischenstationen in Hauptkasse und Innenrevision wechselte er 1980 für fünf Jahre in die Marketing-Abteilung. Gleichzeitig bildete sich Johann Hofmann zum Sparkassenbetriebswirt weiter - und übernahm vor 30 Jahren, am 16. Juni 1985, die Leitung der Geschäftsstelle in Heßdorf.
In ihrem Geburtsort Adelsdorf ist sie vielen bis heute als Jutta Friedrich bekannt. Längst wohnt Jutta Schmitt jedoch mit ihrer Familie in Gremsdorf. Als Mitarbeiterin am Hauptschalter war sie nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung eingestellt worden. Konsequent nutzte sie die Weiterbildungsangebote, wurde Sparkassenbetriebswirtin, IHK-geprüfte Ausbilderin und schließlich Betreuungsgruppenleiterin. Im Januar 1987 wechselte Jutta Schmitt schließlich in die Kreditberatung, bevor sie sich für knapp fünf Jahre ausschließlich ihren beiden Söhnen widmete. Seit ihrer Rückkehr in den aktiven Sparkassen-Dienst konzentriert sie sich auf den Fachbereich Depotkontrolle.


Zu Zeiten Max Streibls

Über ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit freuten sich Barbara Gambel, Tanja Gumbrecht, Roger Poncette und Frank Wehr. Auch für diese Jubilare warf Reinhard Lugschi zunächst einen Blick in die Geschichtsbücher. Er erinnerte daran, wie zum letzten Mal der 17. Juni als arbeitsfreier Feiertag begangen wurde, an den fast in Vergessenheit geratenen bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl und den Gewinn der dritten Fußballweltmeisterschaft. "Das haben wir alle noch im Gedächtnis, das kommt einem noch gar nicht lange vor", so der Sparkassendirektor. "Und trotzdem ist schon ein Vierteljahrhundert vorbei." Zeit, die auch für Barbara Gambel wie im Fluge vergangen ist. "Dabei sollte ich ursprünglich nur für ein paar Monate Krankheitsvertretung machen", erinnert sich die rege Höchstadter Feuerwehrfrau - die längst aus dem Stab der Raumpflegerinnen nicht mehr wegzudenken ist.
Tanja Gumbrecht begann im September 1990 eine Ausbildung zur Sparkassen-Kauffrau, an die sich später die Weiterbildung zur Sparkassenfachwirtin anschloss. Über sechs Jahre war Tanja Gumbrecht als Beraterin und stellvertretende Geschäftsstellenleiterin in Heßdorf aktiv, bevor sie eine Elternzeit antrat. Seit ihrer Rückkehr in die Kreissparkasse im Jahr 2006 gehört sie dem Team des Kreditsekretariates an.
Roger Poncette zog es nach dem Abitur am Höchstadter Gymnasium zunächst nach Erlangen - zum Studium der Elektrotechnik. Dann entschied er sich doch für eine Ausbildung bei der Sparkasse. "Heute kann man sagen, genau die richtige Wahl", betonte Lugschi. Nach der Lehrzeit war Roger Poncette zuerst in verschiedenen Sparkassen-Filialen eingesetzt, bevor er im März 1996 als stellvertretender Geschäftsstellenleiter nach Hemhofen wechselte. Dort übernahm er dann als Nachfolger von Walter Gall zum 1. Januar 2006 schließlich die Leitung.
Ebenfalls seit 25 Jahren in der Höchstadter Sparkasse aktiv ist Frank Wehr. "Bemerkenswerte 21 Jahre davon in der Innenrevision", unterstrich Lugschi. Deren Leiter ist Wehr seit dem Frühjahr 2007. Eine besonders anspruchsvolle Tätigkeit, wie Reinhard Lugschi anmerkte. "Denn in Zeiten einer überbordenden Regulatorik gilt es, ständig neue Richtlinien umzusetzen und sich auf neue Anforderungen einzustellen."
Christian Enz