Zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen bekam es der OG Erlangen mit der HG Hemau/Beratzhausen, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, zu tun. Diesmal behielt der Handball-Altmeister gegen den Letzten der Bezirksoberliga noch deutlicher die Oberhand.

OG Erlangen -
HG Hemau/Beratzh. 30:22
Und von Beginn an war deutlich zu spüren, dass beide Mannschaften unbedingt gewinnen mussten, um sich in Sachen Klassenerhalt Luft zu verschaffen. Die Abwehrreihen gingen robust und konzentriert zur Sache, während sich im Angriff vor allem der Olympische Gedanke wieder einmal mit dem Auslassen bester Torgelegenheiten selbst überbot. Lediglich Michael Sporrer auf der Rechtsaußenposition war von der ersten Minute an hellwach und narrte seinen Gegenspieler immer wieder durch feine Einzelaktionen.
Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte setzten sich die Hausherren etwas ab. Dank eines wieder einmal glänzend parierenden Robert Rödel und eines gewohnt treffsicheren Frank Roßner gingen die Olympioniken mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Pause.


OGE gibt Führung schnell her

Doch statt diesen in Halbzeit 2 konsequent auszubauen, verspielten die Erlanger in nur wenigen Minuten die mühsam erarbeitete Führung. Schwaches Zweikampfverhalten im Defensivbereich und eine ganze Reihe an Fehlwürfen brachten die Gäste mit dem Ausgleich zum 14:14 zurück. Rechtzeitig fand Rückraumkanonier Matthias Groß seine gefürchtete Treffsicherheit wieder und steuerte in dieser kritischen Phase enorm wichtige und einfache Tore bei.


Gefundenes Fressen für Erlangen

Beim Stande von 23:19 acht Minuten vor Ende setzte der Gästetrainer alles auf eine Karte und stellte auf offene Manndeckung um. Dies war allerdings ein gefundenes Fressen für die pfeilschnellen und quirligen Ben Ljevar und Sporrer, die die entstehenden Lücken geschickt nutzten und in der Schlussphase alles klarmachten. Der 30:22-Sieg war verdient, fiel aber ein paar Tore zu hoch aus. Der OGE hat jetzt 15 Punkte auf seinem Konto und steht auf Platz 9. red
OGE: Rödel, Radler - Roßner (5), Luis Pellny, Laskowski, Sauer (2), Sporrer (8), Michael Pellny, Ljevar (6), Holle, Schriefer, Groß (8/5), Fechner, Feldlin (1)