Die Bezirksoberliga-Handballer des OG Erlangen haben nach dem Ende der Nagativ-Serie in Winkelhaid nachgelegt. Im Duell mit dem ebenfalls stark abstiegsgefährdeten TSV setzten sich die Olympioniken durch und gaben die Rote Laterne an die HG Hemau/Beratzhausen ab. Damit befindet sich Erlangen nun wieder in Tuchfühlung zum gesicherten Mittelfeld.

TSV Winkelhaid  - 
OG Erlangen 25:30
Von Beginn an entwickelte sich zwischen den beiden Kellerkindern ein zerfahrener Kampf, bei dem die Hausherren zunächst den besseren Start erwischten. Begünstigt durch das Auslassen bester Torchancen und Unkonzentriertheiten in der Erlanger Defensive ging der TSV mit 7:4 in Front. Erst einige spektakuläre Paraden von Keeper Robert Rödel und unnachahmliche Einzelaktionen des hochmotivierten Ben Ljevar ließen den Rückstand schmelzen. Zur Pause stand es unentschieden (11:11).
In der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern ein komplett anderes Bild. Der OGE riss das Heft an sich, ging wenige Sekunden nach Wiederanpfiff erstmals in Führung und gab diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Die Olympioniken erzielten ihre 19 Treffer in der zweiten Spielhälfte fast nach Belieben. Matthias Groß brillierte als Kreisanspieler mit Übersicht und der erst 17-jährige Luis Pellny war auf der Rechtsaußenposition wie im Tempogegenstoß nicht in den Griff zu bekommen.
Der schönste Treffer der Partie gelang allerdings dem wurfgegewaltigen Frank Roßner, der nach einer blitzschnellen Körpertäuschung die Wurfhand wechselte und mit links einnetzte. Da nun auch die Erlanger Defensive und der glänzend aufgelegte Torhüter Tobias Radler den unorthodox agierenden Winkelhaider Angriff in den Griff bekamen, setzte sich OGE ab und feierte einnen letzten Endes ungefährdeten Auswärtssieg. red
OGE: Rödel, Radler - Roßner (7), L. Pellny (4), Sauer (1), M. Pellny (1), Feldlin (1), Mück (2), Ljevar (8), Schriefer, Groß (5/3), Fechner (1), N. Münch