Burgebrach — Die stattlichen Buchenbestände, der artenreiche Misch- und der sattgrüne Tannenwald waren im Revier Burgwindheim das Ziel eines Spaziergangs, zu dem sich 28 Teilnehmer in Büchelberg einfanden, um sich von Revierförster Andreas Friedel über ökologisch-nachhaltigen Waldbau unterrichten zu lassen.
Für ihn, den Förster, sind forstliche Nutzung und großflächiger Schutz durchaus miteinander vereinbar. Einerseits lebten lokale Sägewerke vom eingeschlagenen Holz und andererseits überziehe eine Vielzahl von Trittsteinen ohne jede Nutzung netzartig den gesamten Staatsforst. Sie stellen laut Friedel "Spenderzellen" zur wechselseitigen Optimierung der Artenvielfalt und die dazu notwendigen Verbindungswege zwischen den bis zu 180 Hektar großen Naturwaldreservaten dar (von denen es sechs mit einer Gesamtfläche von ca. 430 Hektar gibt). Jeder ungenutzte Biotopbaum bilde eine Art "ökologischen Tritt-steins", der dem Erhalt und der Entfaltung biologischer Vielfalt diene. Verschiedene Waldszenerien zeigten das Bemühen zukunftsweisender Forstwirtschaft, nicht nur einen artenreichen Wald, sondern auch ein buntes Gemisch von jungen bis zu sehr alten "Methusalembäumen" anzustreben. mv/red