von unserer Mitarbeiterin 
Christiane Reuther

Oberschwappach — Findet der nächste Tag der offenen Gärten im Knetzgauer Gemeindeteil Oberschwappach statt? Potenzial wäre vorhanden, wie Guntram Ulsamer, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, sagte. Im Rahmen der gut besuchten Bürgerversammlung im Oberschwappacher Pfarrzentrum motivierte Ulsamer die Gartenbesitzer, ihre grünen Oasen am 26. Juni 2016 für die Bevölkerung zu öffnen.
Die Idee, den Tag der offenen Gärten in Oberschwappach abzuhalten, stammt von Ulsamer. So hat man mit einem Organisationsteam aus Vertretern der Vereine, den drei Oberschwappacher Gemeinderäten und Gartenbesitzern im Vorfeld 18 Gärten angeschaut und teils im Bild festgehalten. Anhand einer Präsentation wollte der Gartenfachmann nun informieren und Lust wecken auf eine tolle Veranstaltung, bei der sich das ganze Dorf präsentieren kann.

Gärten stehen im Mittelpunkt

Die Gärten gäben zwar den Weg vor, aber da sich laut Ulsamer die Oberschwappacher ja bereits in puncto Feste feiern profiliert hätten, sei er sich sicher, dass die Veranstaltung bei freiem Eintritt in der Steiger waldgemeinde von außen regen Zuspruch fände. Bei einem möglichen Ablauf der Veranstaltung - wie etwa die Eröffnung mit einem ökumenischen Gottesdienst, die Einladung von Ausstellern mit gärtnerischen Produkten, die Verköstigung der Gäste, Kinderattraktionen oder Parkräume schaffen - müsste jedoch immer eines im Mittelpunkt stehen: die Gärten, sowohl die privaten als auch die am Schloss und am Dorfplatz.
"Naturparadiese gibt es genügend", äußerte sich der Gartenfachmann zuversichtlich. Auch Bürgermeister Stefan Paulus appellierte an die Gartenbesitzer, ihre Gärten zu öffnen und ihr Dorf positiv zu präsentieren.
Für das weitere Vorgehen wird ein Aufruf in den Gemeindenachrichten gestartet. Um das Dorf ins rechte Licht zu rücken, dazu dürfte auch die Gestaltung der Birkenstraße zählen, wie viele Oberschwappacher während der Versammlung anregten. Das geplante Vorhaben sollte jedoch kein "Schnellschuss" sein, meint Oti Schmelzer.
Denn um die Straße von den Schlaglöchern zu befreien, müsste, wie es der Name der Straße schon in sich trägt, die eine oder andere Birke entfernt werden. Gemeinsam mit den Anliegern und Vorschlägen durch Kreisfachberater Guntram Ulsamer wolle man laut Bürgermeister eine für die Anlieger kostengünstige, langfristige Variante anstreben.
Gute Nachrichten konnte das Gemeindeoberhaupt bezüglich des Kindergartens von Oberschwappach vermelden, der laut eines Sicherheits- und Brandschutzgutachtens schwerwiegende Mängel aufweist. Gravierend wurden vor allem die Rettungswege für den im Obergeschoss befindlichen Mehrzweckraum sowie für die dortige Kuschelhöhle bemängelt.
Die Verwaltung habe mit den zuständigen Behörden bereits Kontakt aufgenommen. Paulus bat um Geduld bei den Eltern. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Kindergarten weiterhin genutzt werden könne. In Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und einem Architekturbüro, das mit dieser Materie vertraut ist, zeichne sich eine gute Lösung ab, um den Kindergarten wie bisher zu nutzen. Eines Neubaus, wie ihn die Gemeinde eventuell in Erwägung gezogen habe, bedürfe es jedenfalls nicht.

Breitbandausbau geht weiter

Der Breitbandausbau läuft momentan gut, so dass weitere Teile von Oberschwappach noch höhere Bandbreiten nutzen können. Zurzeit laufen auch die Planungen zur weiteren Erschließung im Neubaugebiet "Am Scherenberg". Hier kann die Gemeinde nach Abschluss der Baumaßnahmen im nächsten Jahr weitere acht Bauplätze anbieten. Diese werden durch die Telekom mit der FTTB-Glasfasertechnologie (Fiber To The Building-Technologie) bis ins Grundstück versorgt. Zu den Kosten für die neuen Bauplätze, wie sich Sebastian Vogt erkundigte, konnte Stefan Paulus noch keine Angaben machen.
Für den Friedhof mit Einbeziehung von Urnengräbern zeichnet sich ebenfalls eine Lösung ab. Nach Entwürfen durch Kreisfachberater Ulsamer wird das weitere Vorgehen im Gemeinderat behandelt, so dass im nächsten Jahr die Umbauarbeiten angegangen werden können.
Außerdem wurde über Fragen und Anregungen von Bürgern diskutiert: Bernhard Weingärtner monierte die Hinterlassenschaften von Vierbeinern, vor allem im Schlosspark. Er bat um die Aufstellung eines Hinweisschildes oder eventuell eines Hundeklos. Birgit Gerhart, Mutter der Pächterin der Schlossgastronomie, monierte den morschen Barfußweg im Schlosspark. Dieser berge eine Verletzungsgefahr für spielende Kinder in sich. Außerdem wünschte sich die Pächterin für die Westfassade des Schlosses einen neuen Anstrich. Udo Renner verwies auf die Frostschäden am Gehsteig in der Pfarrer-Hein-Straße. Manuela Hörhager bemängelte, dass die Flurwege rund um Oberschwappach als Schuttablageplatz benutzt werden. Um das Dorf nicht nur für den Tag der offenen Gärten attraktiver zu gestalten, müsste man auf Vorschlag von Tobias Kamm die untere Schlossmauer ansehnlicher gestalten.