Die Handwerkskammer für Oberfranken hat den Design- und Erfinderpreis "Seitensprünge" im Rahmen der Coburger Designtage vergeben. Unter den Ausgezeichneten sind auch Unternehmer aus dem Raum Bamberg.
Da die Preise in Bereichen vergeben worden sind, die nicht miteinander vergleichbar sind, hat die Jury, wie die Handwerkskammer erläutert, keine Platzierungen vergeben. Martin Pscherer (Zweiwas Optik & Hörakustik Bamberg) erhielt den Designpreis für eine innovative Geschäftsidee im Bereich Barrierefreiheit, und im Bereich Marketing für die Geschäftskonzeption. Bodo Schrödel (Mediteam Hallstadt) wurde für seinen Einlagenkonfigurator und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ausgezeichnet. Den Designpreis für sein Lebenswerk im Bereich Restaurierung und Entwicklung exklusiver Möbel für Kunden weltweit nahm Roger Schlemer (Möbelmanufaktur Hirschaid) entgegen.
Die Preisträger spiegeln das breite Spektrum innovativer Geschäftsideen in Oberfranken wider, betont die Handwerkskammer. Ins Blickfeld der Jury rückten das Helmdesign für den internationalen Rennsport, Accessoires aus Keramik, die auch in Norwegen nachgefragt werden, der Bau von Kulissen für das Fernsehen und von Röhren für Computertomographen für Kliniken in der ganzen Welt ... Der Preis "Seitensprünge" wurde in diesem Jahr zum 14. Mal verliehen. Der Vizepräsident der Handwerkskammer, Matthias Graßmann, verwies in seiner Laudatio auf die Bandbreite und Leistungsfähigkeit des oberfränkischen Handwerks. "Gerade die Preisträger unseres Design- und Erfinderpreises machen uns bewusst, dass die meisten Handwerksberufe High- End-Berufe sind. High End heißt, dass diesen Berufen vom Können her praktisch keine Grenze nach oben gesetzt ist."
Das Handwerk kenne keine Grenzen nach oben. Deswegen gebe es im oberfränkischen Handwerk Unternehmen, die in ihrem Bereich Weltmarktführer sind, absolute High-Tech-Unternehmen, die ständig an der Grenze des Machbaren arbeiten. Es gebe Handwerksunternehmen, die in exklusivsten Marktsegmenten arbeiten, in denen man eher Großunternehmen, Künstler oder Designer als Anbieter vermuten würde. "Deswegen gibt es im oberfränkischen Handwerk auch Unternehmen, die uns deutlich machen, dass die Grenzen zwischen Handwerk und Kunst, zwischen Handwerk und Design, auch zwischen Handwerk und Musik fließend sind", sagte Graßmann.
Hauptgeschäftsführer Thomas Koller betonte, dass der Preis "Seitensprünge" zu einem Markenzeichen geworden sei. Der Preis steht für Ausbrechen aus dem Alltagstrott, für neue Wegen, für designorientierte Produkte, für Innovation und für Spitzenleistungen.
"Vor allem freue ich mich, dass wir auch nach 14 Jahren jedes Jahr wieder hervorragende Bewerbungen aus dem Handwerk bekommen. Für uns ist das der Beweis: Der Design- und Erfinderpreis wird vom Handwerk angenommen." red