20 Schülerinnen und Schüler traten beim Regionalentscheid Jugend debattiert der Region Oberfranken - Unterfranken Ost gegeneinander an und vier von ihnen vertreten diese beim Landesentscheid am 9. Mai. Bereits zum zweiten Mal sind die Sieger des Regionalwettbewerbs aus Sekundarstufe I und II "Jugend debattiert" per Videokonferenz ermittelt worden. Die Heranwachsenden hatten sich in Klassen- und Schulwettbewerben für diesen Regionalwettbewerb qualifizieren müssen, heißt es in einer Pressemeldung des Schönborn-Gymnasiums Münnerstadt.

Normalerweise hätten sie vor Ort in Münnerstadt debattieren sollen, doch aufgrund der Corona-Pandemie griffen die Organisatoren erneut auf das Videoformat zurück. "Die videobasierte Durchführung des Wettbewerbs war für einige eine neue Situation - manche kannten das Format bereits aus dem vergangenen Jahr", berichtete Regionalkoordinatorin Heidrun Wagner-Hack vom Schönborn-Gymnasium Münnerstadt. Sie zeigte sich begeistert, wie routiniert alle Beteiligten in der Videokonferenz miteinander agierten - sei es als Debattenteilnehmer, in der Jury oder im Techniksupport.

Engagierte Debatte

Zugeschaltet hatten sich neben den Debattierenden Lehrkräfte sowie zahlreiche weitere Schüler aus dem Schönborn-Gymnasium Münnerstadt, dem Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim, dem Hochfranken-Gymnasium Naila, dem Markgräfin-Wilhelmine Gymnasium Bayreuth, dem Jean-Paul-Gymnasium Hof und der FOS/BOS Bayreuth.

In der Sekundarstufe I setzten sich Frida Stiller (Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim) und Romy Pfister (Markgräfin-Wilhelmine Gymnasium Bayreuth) gegen Hannes Weiß (Forchheim) und Alexander Peetz (Bayreuth) durch. In der engagierten Debatte der Finalrunde ging es für die Teilnehmenden um das Verkaufsverbot von Spielzeug-Schusswaffen an Kinder.

Luisa Haßfurter, Hannah Zens (beide Jean-Paul-Gymnasium Hof) sowie Louis Bruchmann und Franziska Lang (beide Markgräfin-Wilhelmine Gymnasium Bayreuth) debattierten in der Sekundarstufe II um die Frage, ob Jugendliche einen Etat im Haushalt der Gemeinde erhalten, über den sie selbst entscheiden sollten. Platz 1 ging an Hannah Zens, Platz 2 an Luise Haßfurter.

Größter Schülerwettbewerb

Die Debatten-Themen sind vorgegeben und damit bundeseinheitlich. Die Debattierenden erfahren zehn Tage vor dem Wettbewerb die Fragestellungen und können sich darauf vorbereiten. Doch sie wissen vorher nicht, auf welcher Seite sie im Wettbewerb stehen, also zum Beispiel, ob sie das Verbot des Verkaufs von Schusswaffen für Kinder verteidigen oder ablehnen sollen. In den Debatten stehen sich dann Zweier-Teams gegenüber, eines Pro, das andere Contra. Feste Regeln und Zeiten sind vorgegeben.

Auf regionaler Ebene koordiniert die Münnerstädter Oberstudienrätin Heidrun Wagner-Hack zusammen mit ihrem Kollegen Florian Held aus Bamberg diesen Wettbewerb. Schirmherr ist der Bundespräsident. Rund 200 000 Schülerinnen und Schüler aus rund 1400 Schulen nehmen auch heuer bundesweit wieder teil. "Das ist der weitaus größte Schüler-Wettbewerb, vor Jugend forscht und anderen", sagt Heidrun Wagner-Hack. Sie würde es sich gerade in der aktuellen Zeit wünschen, dass sich mehr Menschen ein Beispiel an den engagierten Jugendlichen nehmen. Sie könnten von ihnen lernen, wie man einen fairen Diskurs auf hohem Niveau führt. red