Norbert Felgenhauer

Am Sonntag, 22. Mai, endet die Punktspielsaison der Fußballer in den Bezirken Unter- und Oberfranken. Vier Spieltage vor Rundenende kündigen sich in vielen Klassen spannende Entscheidungen an.
Im Fußballbezirk Unterfranken ist die Frage, wie verfahren wird, wenn zwei oder mehr Mannschaften punktgleich auf einem Tabellenplatz stehen, der in Sachen Auf- oder Abstieg relevant ist, einheitlich geklärt. Der Bezirksspielausschuss hat vor der Saison festgelegt, dass dann der direkte Vergleich unter diesen Mannschaften die Platzierungen festlegt.


"Europapokal-Modus"

Geregelt ist dies im Paragraf 23 der Spielordnung des Bayerischen Fußball-Verbands. Das Verfahren wird auch gerne als "Europapokal-Modus" bezeichnet. Entscheidungsspiele bei Punktgleichheit wird es also in den unterfränkischen Ligen nicht geben. In den Bayern- und Landesligen ist die Vorgehensweise genauso.
Im Bezirk Oberfranken ist die Regelung nicht so einheitlich. In den Bezirksligen Ost und West entscheidet in jedem Fall der direkte Vergleich. In den Klassen der Kreise Bamberg-Bayreuth und Coburg-Kronach gilt das nur, wenn drei oder mehr Teams punktgleich in der Auf- oder Abstiegszone rangieren. Dann wird mit den Spielen dieser Teams gegeneinander eine Sondertabelle gebildet. Sind zwei Teams punktgleich, gibt es von der Kreisliga bis zur B-Klasse ein Entscheidungsspiel.
Damit wollen die Verantwortlichen einerseits offenbar die sportlich und wirtschaftlich attraktiven Stichkämpfe nicht völlig ausschließen, aber auch verhindern, dass sich die Entscheidungen vor den eigentlichen Relegationsrunden allzu lange hinziehen.