Neun aus drei. So lautet die Aufgabe für den ESC Haßfurt (7. Platz /12 Punkte), wenn er doch noch den vierten Platz in der Eishockey-Landesliga Gruppe 1 erreichen und in die Zwischenrunde einziehen will. Die drei noch ausstehenden Auswärtspartien in Dingolfing, Bad Kissingen und bei Selb 1b müssen allesamt gewonnen werden. Im einzigen Wochenendspiel am Sonntagabend um 18 Uhr beim EV Dingolfing (5./14) sollte die "Jahresendrallye" erfolgreich gestartet werden.
"Natürlich ist uns bewusst, dass es brutal schwer wird. Aber wir haben keine andere Wahl, als zu gewinnen. Ich bin sicher, die Mannschaft wird wie immer alles geben, um als Sieger vom Eis zu gehen", betont der ESC-Trainer, der froh darüber ist, dass seine Mannschaft nach den harten Partien in Schweinfurt und gegen Amberg nicht gleich wieder am Freitag ran muss. Auch deshalb, weil die "Isar Rats" am Freitag ebenfalls spielfrei sind. "Das sind zwei Tage mehr Zeit zur wichtigen Regeneration."
Und die ist enorm wichtig, denn der ESC-Kader ist erneut sehr übersichtlich. "Ich bin froh, wenn ich zehn Spieler zusammenbekomme", sagt Reichert. Neben Phillip Bates, für den nach seinem Beinbruch und Syndesmosebandriss vom Schweinfurt-Prügel-Derby die Saison beendet ist, steht weiterhin auch Ingo Krapf nicht zur Verfügung. Georg Lang fehlt beruflich bedingt, und vermutlich fallen ebenfalls die noch beziehungsweise wieder angeschlagenen Marco und Max Hildenbrand aus. Ein dickes Fragezeichen steht zu guter Letzt hinter Michael Rister. Neuzugang Phillip Hay dürfte wieder an Bord sein. "Jammern bringt uns aber nicht weiter", gibt sich Reichert trotz allem kämpferisch. "Diejenigen, die auf dem Eis stehen, werden sicher für die Verletzten mitkämpfen."


Auch der Gegner unter Druck

Bei einem Blick auf die Statistik ist es vielleicht ein kleiner Vorteil für die "Hawks", dass die Niederbayern, die im Hinspiel erst im Penaltyschießen mit 5:4 in die Knie gezwungen wurden, ebenso unter Druck stehen. Eine Niederlage gegen Haßfurt, und die Plätze würden wieder getauscht, sodass die Zwischenrunde bedroht wäre. Die Chancen auf den ersten Auswärtssieg von Topscorer David Franek und Co. sind aber auch deshalb vorhanden, weil sich die Mannschaft von Dingolfings Spielertrainer Phillip Weinzierl in der heimischen Arena bislang eher schwach präsentierte und nur gegen Schlusslicht VER Selb 1b mit 6:0 gewann. Davor gab es vier Niederlagen, zwei davon freilich erst nach Penaltyschießen.
Gewinnen die Haßfurter, wird der Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde am letzten Doppelwochenende beim Derby in Bad Kissingen und in Selb fortgesetzt. Sollten sie aber leer ausgehen, dann können sie zum zweiten Mal mit den Vorbereitungen auf die Abstiegsrunde beginnen. Und dass diese kein Zuckerschlecken wird, sahen die Fans in der Vorsaison, als die ersten drei Partien verloren gingen.
ESC Haßfurt: Mart. Hildenbrand, Köhler - Rambacher, Marc. Hildenbrand (?), Stahl, Max Hildenbrand (?), Vollert, Marx - Franek, Slivka, Kine-
reisch, Breyer, Dietrich, Thebus, Hay, Rister (?)