Heßdorf — Wenn es nach dem Wunsch der CSU-Fraktion geht, wird es in Heßdorf keine nicht vollzogenen Beschlüsse des Gemeinderates mehr geben. Um Nachfragen und auch das Durchblättern von Niederschriften zu vermeiden, will die CSU die Einführung einer "Offenen-Beschluss-Liste", um mit einem Blick feststellen zu können, welche Beschlüsse noch nicht vollzogen wurden.
Der CSU-Antrag wurde von Bürgermeister Horst Rehder (BB) für gut befunden und er hatte auch schon den Termin einer möglichen Einführung im Auge. Gegenwärtig wird in Heßdorf ein Ratsinformationssystem aufgebaut, das voraussichtlich im April an den Start gehen soll.
Darin kann nach Auffassung der Verwaltung auch eine listenmäßige Erfassung von noch nicht vollzogenen Beschlüssen aufgenommen werden. "Die Arbeiten und Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren und wir sind dabei, alle relevanten Informationen aufzunehmen", berichtete der Bürgermeister.
Bei der Behandlung der Bauanträge hatte der Bürgermeister noch eine weitere Neuerung. Künftig können das Gremium und die Zuhörer die Pläne auf der großen Leinwand sehen.
So auch den Bauantrag der Gemeinde, die auf dem Gelände der Kläranlage Hannberg ein Durchlaufbecken und ein neues Betriebsgebäude errichten will. Die vorlegten Bauanträge erhielten alle und ohne Diskussionen das gemeindliche Einvernehmen. Besima Hadcik beantragte die Nutzungsänderung im Obergeschoss des Hotels. Der Antragsteller möchte die bisherigen Wohnräume zu Zimmern umnutzen.
Ebenfalls eine Nutzungsänderung beantragte Deliduman Adem, die ehemaligen Bäckereiräume sollen zu Wohnräumen umgebaut und eine Dachgaube im Obergeschoss errichtet werden. Vier Dachgauben möchten Ulrike und Gerhard Kohl auf dem Wohnhaus in Hannberg errichten. Da die Dachgauben den Festsetzungen des Bebauungsplanes entsprechen, konnte der Antrag im Genehmigungsfreistellungsverfahren behandelt werden.
Auf Zustimmung stieß auch der Antrag von Manfred Mirschberger auf Abweichung von der Garagen- und Stellplatzverordnung in Hesselberg. Der Antragsteller möchte die Außenwirtschaftsfläche des Gasthauses erweitern und kann statt der erforderlichen 20 nur zwölf Stellplätze nachweisen. Eine Ausnahme ist möglich, da es in Hesselberg keinen ständigen Durchfahrtsverkehr gibt, die Besucher am Straßenrand parken können und der Gasthof überwiegend von Radfahrern frequentiert wird. Sae