Ebersdorf — In Ebersdorf brennt bereits sechs Wochen vor Weihnachten der Baum. Grund: Die kostenspielige Mannschaft der Sylvianer hat trotz des 3. Tabellenplatzes zu oft in dieser Saison ihre Fans enttäuscht.
Zuletzt am Sonntag gegen die TSG Niederfüllbach, als es für den Meisterschafts-Topfavoriten eine blamable 0:1-Heimniederlage gab. Die Folge: Neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter TSV Pfarrweisach und sechs auf den Zweiten TSV Sonnefeld. Am Sonntag kommt es zum prestigeträchtigen Nachbarduell gegen die Sonnefelder. Sicher ein richtungsweisendes Spiel für die Sylvianer und eventuelle auch für Trainer Teuchert.
Denn der Übungsleiter steht - wie in solchen Situationen üblich - im Mittelpunkt der Kritik. Er habe es bisher nicht geschafft, aus den vielen höherklassig erfahrenen Spielern wie Dalke, Scheller, Reißenweber, Belanger, Engelmann oder Sener, ein intaktes Team zu formen.


Galeczka an alter Wirkungsstätte

Teuchert, eigentlich bekannt als "Taktikfuchs", habe sich bei seiner neuen taktischen Marschroute gegen den krassen Außenseiter Niederfüllbach völlig verpokert. Die Lücke, die der Rot-gesperrte Paul Scheller derzeit hinterlässt, konnte jedenfalls nicht geschlossen werden.
Nichts klappte während der 90 Minuten, das Konzept mit nur einem "Sechser" (Dalke) und drei Stürmern ging überhaupt nicht auf. Ausgerechnet Niederfüllbach - also der Klub, der nicht nur seinen ehemaligen Hauptsponsor ("Finiori"), sondern auch mehrere Leistungsträger, darunter unter anderem den umstrittenen Außenstürmer Robert Assmus, innerhalb kürzester Zeit in Richtung Ebersdorf ziehen lassen musste, triumphierte am Hügelsee. Der Gewinner hieß Woi Galeczka, der jahrelang gute Jugendarbeit bei den Sylvianern leistete.


Pavel hörte "Lockruf der Mönche"

Und noch ein Trainer sorgt derzeit in der Gemeinde Ebersdorf, genauer gesagt in Großgarnstadt, für reichlich Gesprächsstoff: Marcel Pavel. Den ehemaligen Landesligaspieler zieht es zurück zum TSV Mönchröden, bei dem er als Spieler seine größten Erfolge feierte. Dem Lockruf der "Mönche" konnte er nicht widerstehen. Ab der Frühjahres-Vorbereitung wird der Weidhäuser an der Seite von TSV-Cheftrainer Thomas Hüttl und seinem langjährigen Weggefährten Christian Holzmann (Torwart-Coach) in der Bezirksliga assistieren.


SVG hat Kandidat an der Angel

Doch bis das soweit ist, will der 31-Jährige mit dem SVG noch möglichst viele Zähler einfahren, um seinem Nachfolger eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu verschaffen. Die Verhandlungen beim SVG stehen kurz vor dem Abschluss. oph


Der 18. Spieltag

Am Wochenende steht der 18. Spieltag auf dem Programm. Dabei gastiert Spitzenreiter Pfarrweisach beim Tabellenfünften SV Ketschendorf, der dem Primus auf dem Coburger Kunstrasenplatz ein bein stellen will. Tageblatt-Kreisliga-Experte Bastian Bieberbach nahm alle acht Spiele unter die Lupe:
SV Ketschendorf - TSV Pfarrweisach (Hinspiel 1:1): Nach dem Hinspiel-Remis startete der TSV seine tolle Serie und verließ in 14 Spielen zwölf Mal als Sieger den Platz. Ketschendorfs Trainer Patrick Schuberth hofft vor allem wieder auf Tore seines Sturmführers Philipp Bauer, der zuletzt drei Mal Ladehemmung hatte. Das Spiel steigt am Kunstrasen statt.
TSV Sonnefeld - SC Sylvia Ebersdorf (0:2): Das Spitzenspiel der 18. Runde bestreiten der TSV Sonnefeld gegen den Nachbarn SC Sylvia Ebersdorf. Die Zuschauer dürfen sich auf ein packendes Derby freuen, wobei der Druck ganz klar auf den Schultern der Gäste lastet. Mit einem Heimsieg könnte der Tabellenzweite aus Sonnefeld dem Meisterschaftsfavoriten auf neun Punkte enteilen. Ein völlig offenes Match mit einem ganz kleinen Plus für den TSV, weil SC-"Scharfschütze" Paul Scheller noch gesperrt ist.
VfB Einberg - SV Heilgersdorf (2:2): Die Rothosen wollen auch ihr zweites Heimspiel in Serie gewinnen. Das Team um Leader Philipp Friedrich gehört zu den positivsten Überraschungen der Saison und ist auch gegen Heilgersdorf Favorit.
Schwabthaler SV - TSV Oberlauter (1:2): Der Gegner als gutes Omen für die Gelb-Schwarzen, denn im Hinspiel feierte die Sollmann-Elf ihren bislang einzigen Dreier. Schwabthal hat die Empfehlung des Derbysiegs im Rücken, aber das half schon im Hinspiel nicht. Eine spannende Partie mit einer Remis-Tendenz.
TSG Niederfüllbach - TSV Staffelstein (0:2): Der Derby-Verlierer konnte sich zuhause vor knapp 500 Zuschauer nicht für das Hinspiel beim SVS revanchieren und muss aufpassen, den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren. Auf der anderen Seite holte der Bezirksliga-Absteiger zehn Punkte in den letzten vier Spielen und ist mittlerweile in der Liga angekommen.
TBVfL Neustadt/Wildenheid - Spvg Ahorn (2:5): Das Schlusslicht ist Außenseiter. Der Aufsteiger aus Ahorn mit seinen schnellen und treffsicheren Stürmern will mit einem Sieg in Wildenheid wieder den Abstand nach hinten vergrößern. Die Kaderdecke des TBVfL wird leicht besser, aber dennoch stehen die Chancen auf einen Dreier für die Puppenstädter eher schlecht.
Coburg Locals - SV Großgarnstadt (0:2): Beim SVG wurde unter der Woche bekannt, was vereinsintern schon länger Fakt war. Trainer Marcel Pavel legt im Winter sein Amt nieder. Unruhe ist aber nicht zu erwarten, denn der Kader gilt als gefestigt und die neue Trainersuche ist am laufen. Bei den Coburg Locals sind die Garnstadter nicht nur auf Grund des 2:0 aus dem Hinspiel wieder leicht favorisiert.
Spvg Eicha - FC Schwürbitz (1:2): Im Kellerduell dieses Spieltags sind die Trächer unter Druck. Die Gückel-Schützlinge hatten nach dem schwachen Saisonstart den Anschluss ans Mittelfeld im Blick. Aber mittlerweile sind wieder fünf Spiele ohne Dreier zu verbuchen. Die Gäste schafften den Sprung über die Relegationsplätze und auch in Eicha ist der Engelmann-Elf vieles zuzutrauen. nh